KITZINGEN

Kitzingen nimmt Kurs auf Gold

Kitzingen ist in den letzten Jahren sichtlich aufgeblüht: Nach der kleinen Gartenschau 2011 war die Stadt im letzten Jahr Bundessieger bei „Entente Florale“ und strebt nun Gold auf auf der europäischen Bühne an. Zum offiziellen Auftakt an diesem Freitag (18 Uhr) in der Alten Synagoge
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Jubel in Mainz: Für Bundessieger Kitzingen regnet es rote Rosenblüten. Am Freitag startet die Stadt offiziell in den Europawettbewerb. Foto: Foto: Meike Rost
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Kitzingen ist in den letzten Jahren sichtlich aufgeblüht: Nach der kleinen Gartenschau 2011 war die Stadt im letzten Jahr Bundessieger bei „Entente Florale“ und strebt nun Gold auf auf der europäischen Bühne an. Zum offiziellen Auftakt an diesem Freitag (18 Uhr) in der Alten Synagoge

kommt ein Gast, der weiß, wie sich so ein Sieg anfühlt: Klaus Groß ist Bürgermeister von Westerstede – die niedersächsische Stadt hat 2010 Gold gewonnen und ist bekannt für Europas größte Rhododendron-Ausstellung im Herzen der Stadt.

„Wir wünschen Kitzingen viel Glück“, sagt Groß (59), der seit 2001 Bürgermeister ist, mit seiner Präsentation Anregungen geben will und auch für Fragen zur Verfügung steht. „Bei uns hat der Wettbewerb ein großes Wir-Gefühl erzeugt,“ sagt der Bundesvorsitzende von „Entente Florale“. Das passt perfekt zum Kitzinger Motto „zusammen wachsen, gemeinsam aufblühen“ , das sich im Logo wiederfindet. Die Umwelt gesünder und lebenswerter gestalten, die Vielfalt der Lebensräume sichern und Erholungs- und Ruheräume schaffen – das sind die Hauptintentionen des Wettbewerbs.

„Wir haben schon viele Aktionen gemacht und Vieles in Planung, weiß Stadtgärtner Johannes Lindner. Er setzt besonders auf das Mitwirken der Bürger: Sie sollen sich selbst überlegen, wie sie ihr direktes Umfeld schöner und bunter machen können, vielleicht sogar einen ganzen Häuserblock, Straßenzug oder eine Schrebergarten-Kolonie. Letztlich soll die Grünentwicklung zu einer Gemeinschaftsaufgabe werden. „Wenn das gelingt, ist das unabhängig von der Wettbewerbs-Platzierung eine tolle Sache“, findet Hilmar Hein vom Tiefbauamt.

Wie 2013 gibt es Projekte in der Altstadt und in den Stadtteilen; Vereine und Institutionen werden ebenso mitmachen wie Kindergärten und Schulen. Tourist-Info und diese Zeitung bieten gemeinsam „Die besondere Stadtführung“ an, Einzelheiten werden rechtzeitig bekannt gegeben. Das gilt auch für die Leserfahrt am 13. Juni zur Landesgartenschau nach Deggendorf (Motto: „Ufer verbinden, Grenzen überwinden“).

Die europäische Jury bewertet am Samstag, 19. Juli die Kitzinger Anstrengungen, einen Tag später sind die internationalen Gäste in Sommerach, das am Ententen-Florale-Dorfwettbewerb auf Europa-Ebene teilnimmt. Die Preisverleihung ist nahe bei Budapest in Ungarn, die Reise dauert vom 25. bis 28. September.

Das Programm in der Alten Synagoge

Eröffnet wird die Veranstaltung um 18 Uhr vom Kitzinger Oberbürgermeister Siegfried Müller. Danach hält Klaus Groß, Bürgermeister von Westerstede, einen Bildvortrag über seine Stadt, die 2010 Entente-Florale-Europasieger war.

Gegen 18.30 Uhr folgt eine Fragerunde mit Groß, der auch Deutschland-Chef der Entente Florale ist. Worauf muss Kitzingen achten, worauf schaut die Jury? Die Moderation übernimmt Main-Post-Redaktionsleiter Norbert Hohler. Fragen aus dem Publikum sind sehr willkommen und werden beantwortet – oder Anregungen diskutiert.

Gegen 19 Uhr rückt Kitzingen in den Mittelpunkt: Hilmar Hein vom Tiefbau-amt lässt den Bundessieg 2013 noch einmal in Wort und Bild Revue passieren. Stadtgärtner Johannes Lindner und OB Müller stellen vor, welche Aktionen und Termine 2014 für den Wettbewerb geplant sind. Auch hier sind Fragen erwünscht, für jeden Besucher gibt es überdies ein Geschenk.

Zum Abschluss präsentiert Moderator Hohler den großen Fotowettbewerb zur Entente Florale: Der Gewinner darf mit einer Begleitperson zur Siegerehrung mit nach Ungarn fahren. noh

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