Kitzingen

Kitzingen: Großbaustelle in der Marktstraße

In der Marktstraße 29 wird fleißig gebaut. Das Durchkommen an dieser Engstelle verlangt Kompromisse. Wie kommen die Geschäfte vor Ort mit Bauzaun und Baustelle zurecht?
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Kitzingen: Die Baustelle beim ehemaligen Marktcafé von oben. Die ersten Teile des Rohbaus stehen bereits. Foto: Maria Faiß
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Im Jahr 2017 wurde das alte Marktcafé in der Kitzinger Altstadt vollständig abgerissen . Seitdem umgrenzt ein Bauzaun die entstandene Lücke im Stadtbild. Am 15. April 2019 begann dann der Bau eines Wohn- und Bürogebäudes. Dafür bildete sich eine Gruppe aus drei Investoren, die das Bauvorhaben ermöglichten. Dazu gehören der Architekt Jürgen Hertel, der Steuerberater Hans Zapf und Harald Beck, Filialdirektor der Zurich-Versicherung in Kitzingen. Für den Bau wurde außerdem ein Baukran installiert, der noch bis Oktober benötigt wird.

Um das Straßenbild etwas attraktiver zu gestalten, ziert den Bauzaun eine Plane mit Kinderzeichungen und Informationen zum Bauvorhaben. Trotzdem ist die Baustelle nicht zu überhören und erst recht nicht zu übersehen. Den Baukran kann man schon von der Alten Mainbrücke aus erkennen.

Durch die Baustelle sind die Zugänge und Ausstellungsflächen der angrenzenden Geschäfte deutlich eingeschränkt. An manchen Stellen kann lediglich eine Person die eingeengte Straße passieren. Der Kran und der ausladende Bauzaun behindern das Geschäftsleben.

Die Chefin des Modehauses "Belissimo", Marin Rammig, sieht das auch so. "Ein Nachteil ist natürlich, dass wir unsere Schaufenster nicht mehr so präsentieren können wie vorher." Auch Das Geschäft "Butterfly aktuelle Mode" ist durch die Baustelle benachteiligt. Eines der zwei Schaufenster ist komplett vom Bauzaun verdeckt. So können die Kunden den Laden und die Produkte von außen nur eingeschränkt betrachten.

Trotzdem ist die Stimmung bei den Geschäftsleuten nicht getrübt. Marin Rammig kann dem Bau auch positive Aspekte abgewinnen: "Menschen bleiben wegen der Engstelle auch mal eher stehen oder kommen in den Laden." Außerdem sieht sie ihren Laden in einer vorteilhaften Position. "Wir sind noch in einer recht guten Lage, das Schuhhaus Hassolt hat es da schon schwieriger."

Die Dreck- und Lärmbelästigung durch die Bauarbeiten sieht Marin Rammig gelassen. "Natürlich entstehen durch die Baustelle Lärm und Dreck, aber dann machen wir einfach kurz die Tür zu." Sie sieht den Bau als Verschönerung des Stadtbildes. "Jeder muss mal bauen und es ist doch gut, wenn Häuser nicht völlig verkommen und neue schöne Gebäude entstehen."

Für den geplanten Neubau gibt es auch schon Nutzer. So finden im Erdgeschoss neue Einzelhandelsgeschäfte ihren Platz und die oberen Etagen werden als Praxen und Wohnungen genutzt. Wenn alles glatt läuft, ist der Bau bis zum "Kitzinger Frühling" 2020 abgeschlossen. Der Baukran soll bereits im Oktober abgebaut werden und somit langsam Normalität in die Marktsraße einkehren.

Ob der Zeitplan nach neuestem Stand genau so eingehalten wird, ist der Redaktion nicht bekannt. Der Architekt Jürgen Hertel war für Auskünfte kurzfristig nicht zu erreichen und die beiden Investoren Hans Zapf und Harald Beck konnten über den zeitlichen Plan der Baustelle keine Informationen geben.

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