KITZINGEN

Kirschblüten Hanami vor der Tür

Spätestes seit dem Film "Kirschblüten Hanami" von Doris Dörrie kennen viele die japanische Tradition des Blütenbetrachtens (Hanami). Wofür Hauptdarsteller Elmar Wepper in dem Streifen nach Japan reisen musste, können die Kitzinger in absehbarer Zeit vor der Haustüre erleben. Auf dem Gartenschaugelände zieht noch mehr Japan ein.
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Anweisungen mit Aussicht: Wilhelm Straßberger zeigt auf einer Fläche auf dem Gartenschaugelände, wo was gepflanzt werden soll. Auf der Fläche vor dem Siebolds-Garten wird ein Stück Japan entstehen, mit Zierkirschen, Taglilien und Baumpäonien. Dem Anweisungen Straßberger folgen (von links) Stadtgärtner Johannes Linder, Umweltreferent Franz Böhm und Rolf Wenkheimer vom Förderverein Gartenschaugelände.FOTO: Siegfried Sebelka
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Spätestes seit dem Film "Kirschblüten Hanami" von Doris Dörrie kennen viele die japanische Tradition des Blütenbetrachtens (Hanami). Wofür Hauptdarsteller Elmar Wepper in dem Streifen nach Japan reisen musste, können die Kitzinger in absehbarer Zeit vor der Haustüre erleben. Auf dem Gartenschaugelände zieht noch mehr Japan ein.

Dafür sorgen unter der Flagge des Wettbewerbs Entente Florale, bei dem Kitzingen in diesem Jahr auf europäischer Ebene antritt, Stadtgärtner Johannes Lindner zusammen mit Wilhelm Straßberger und Franz Böhm vom Arbeitskreis Grün der Agenda 21 sowie Rolf Wenkheimer vom Förderverein Gartenschaugelände.

Den vom städtischen Museum initiierten Siebolds-Garten samt Teehaus und Zen-Garten gibt es schon seit der Kleinen Gartenschau 2011. Er soll die geschichtliche Verbindung Kitzingens zwischen der Kitzinger Weinhändler-Familie Lotz und dem Würzburger Japanforscher Philipp Franz von Siebold aufzeigen. Teil des Projekts sind die Pflanzungen typischer Bäume und Sträucher, die durch Siebold in europäische Gärten eingezogen und jetzt in Kitzingen zu finden sind. Der Garten wird vor allem auch vom philosophischen Gesprächskreis genutzt.

Aus dessen Angelegenheiten wollen sich die eher praktisch veranlagten Männer um Stadtgärtner Johannes Lindner ebenso raushalten wie aus dem fernöstlich gestalteten Garten. „Den Siebolds-Garten langen wird nicht an“, sagte Lindner. Allerdings haben sie sich für die Fläche davor etwas einfallen lassen.

Straßberger + Böhm = Baum: Die Rechnung geht auch diesmal auf. Seit Jahren künden Alleen entlang der Geh- und Radwege rund um Kitzingen von den Aktionen der beiden, die auf Nachhaltigkeit setzen. Alle Bäume stammen aus den selbst gezogenen Beständen von Wilhelm Straßberger. Das gilt auch für die drei japanischen Zierkirschen, die jetzt den Weg in die Pflanzlöcher am Bleichwasen fanden. Ergänzt werden die Kirschen durch ebenfalls ursprünglich aus Fernost stammende Taglilien. Baumpäonien mit ihren großen Blüten werden den japanischen Eindruck abrunden. Zudem soll die Fläche mit Lein eingesät werden. Das sagte Lindner, der wie Wenkheimer hofft, dass die Aktion das Gelände noch attraktiver machen kann.

Dass das hinhaut, davon ist Kitzingens Umweltreferent Franz Böhm überzeugt. „Die Zusammenarbeit mit Gärtner und Förderverein klappt hervorragend“, sagte er und das nicht nur im Blick auf den Wettbewerb, der sich mit dem Besuch der internationalen Jury am 19. Juli entscheiden wird.

Ansprechpartner: Stadtgärtner Johannes Lindner Tel. (0 93 21) 92 68 14.

Lindners Gartentipp

Vorsicht Pilzkrankheiten: Sicher haben Sie schon an den Rosen die Tannen- und Fichtenzweige ( Frostschutz ) entfernt. Nun sollten Sie auch die Nadeln vom Erdreich um den Rosenstock entfernen. Nadeln lassen den ph-Wert sinken, das Erdreich wird sauer was wiederum Pilz- und Schwarzfleckenkrankheiten begünstigt.

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