Fröhstockheim

Kirchweihpredigt: Zum Nachschub holen gehen jetzt immer zwei

Florian Vasicek und Pascal Amberger heißen die beiden neuen Fröhstockheimer Kirchweihprediger, die einige lustige Geschichten aus dem Dorf verrieten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die beiden neuen Kirchweihprediger Florian Vasicek (links) und Pascal Amberger hatten viel zu berichten.

Florian Vasicek und Pascal Amberger heißen die beiden neuen Fröhstockheimer Kirchweihprediger, die nach einigen Jahren „kirchweihpredigtloser Zeit“ im Kirchweihzelt am Vereinsheim für ihre Verse am späten Samstagabend viel Applaus erhielten.

„Wir wurden gefunden“, sagt Pascal Amberger und lacht. Zum Glück hatten sie sich auch finden lassen, sonst hätte es ein weiteres Jahr eine Stougamer Kerm ohne Kirchweihpredigt gegeben.

In Anzug und Fliege

Die beiden jungen Fröhstockheimer traten seriös gekleidet in Anzug und Fliege auf. Alleinunterhalter „d'Willi“ räumte bereitwillig seinen Platz am Mikrofon. Fränkisch trocken und humorvoll trugen die beiden abwechselnd Geschichten aus dem Dorf vor. „Denn ohne eure schönna G'schichtn, haben wir auch nichts zu dichten“, hieß es gleich zu Beginn, was natürlich als Aufforderung verstanden werden durfte, solche Geschichten auch eifrig zu produzieren.

Im Kühlwagen gefangen

Solche hatten Jung und Alt in Fröhstockheim für diese Kirchweihpredigt auf jeden Fall geliefert. Da war zum Beispiel die Geschichte „Winterkerm im Kühlwagen“. Da wollte ein Helfer Hähnchen-Nachschub aus dem Kühlwagen holen, wobei ihm die Türe des Wagens zufiel. Da er in der Küche vermisst wurde, begann die Suche nach ihm. Erfolglos natürlich, weswegen der Suchtrupp selbst die Hähnchen holen wollte und so schließlich einen frisch gehaltenen Helfer fand. Damit solche Unterkühlungen nicht mehr passieren, sollte man nun zu zweit zum Nachschub holen gehen.

Nackte Begegnungen im Sudhaus

Weitere Geschichten drehten sich um einen frisch konfirmierten Helfer, der Bestellungen frisierte, um auch etwas Ordentliches zu trinken zu bekommen, was aber der Vater zweimal gleich bemerkte, um eine leicht verbrannte Rinderkeule, weil der Grillmeister etwas chillen wollte, um einen verlorenen Wohnanhänger, um nackte Begegnungen zu nächtlicher Stunde im Sudhaus und um Saunafreunde, die zum Abkühlen in den Garten liefen und dabei die Kellertüre zufallen ließen. Zudem berichteten die Prediger von einer lustigen Chorprobe nach Genuss selbst gebrauten Bieres, von eifrigem Rasensprengen mit einem gefüllten Cabrio als Folge und von E-Bike-Fahren ohne Akku.

Regeln für das Dorfleben

Aber auch Regeln für das gemeinsame Dorfleben gab es aus dem Munde von Florian Vasicek und Pascal Amberger. So sollte man einem Schornsteinfeger keine Grundstücksbesichtigung anbieten, weil dieser dann auf die Idee kommen könnte, kleine Werkstattöfen künftig jährlich zu prüfen. Auch können Geländewagen nicht jeden Untergrund bewältigen und man sollte bedenken, dass auch bei einer Kaltwasser-Grill-Challenge die Würste verbrennen können.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren