MÖNCHSONDHEIM

Kirchenburgmuseum: Vom Verein zum Zweckverband

Das überregional bedeutende Museum erfreut sich wachsender Beliebtheit. Deshalb wollen die Verantwortlichen einen Zweckverband gründen, der den Verein als Träger entlastet.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Kirchenburgmuseum in Mönchsondheim soll eine neue Trägerschaft bekommen. Archivfoto: F. Weichhan

Das Kirchenburgmuseum Mönchsondheim verzeichnet wachsende Besucherzahlen, was sich im jährlichen Umsatz von 500 000 Euro niederschlägt. Selbst nach den Sanierungsjahren 2012 bis 2015 kommen noch 16 000 Besucher jährlich; 20 000 will man bald wieder erreichen. Zu diesen Zahlen trägt nach Ansicht der Kreisverwaltung die einmalige Lage im gewachsenen Ortskern, die Vielzahl authentischer Bauwerke sowie ein bewährtes Konzept bei. Das Museum hat eine überregionale Anziehungskraft.

Neue Trägerstruktur

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen und die Existenz dieses für die Stadt Iphofen und den Landkreis Kitzingen wichtigen Kulturguts zu sichern, wollen die Beteiligten die Trägerschaft auf neue Füße stellen. Das berichtete Landrätin Tamara Bischof jüngst dem Kultur- und dem Kreisausschuss in einer gemeinsamen Sitzung.

Die Grundstücke des Museums liegen in verschiedenen Händen. Sie verteilen sich auf Stadt, Landkreis, Museumsverein, Kirche und Privatbesitzer. Der Landkreis würde nun gern einen Zweckverband gründen, in dem die Träger des Museums – Stadt, Landkreis und Verein – zu gleichen Teilen vertreten wären. Damit soll auch erreicht werden, dass die Förderung durch den Bezirk Unterfranken, derzeit 140 000 Euro im Jahr, erhalten bleibt.

Personal beim Zweckverband?

Der Zweckverband könnte dann auch das Personal übernehmen, das derzeit beim 160 Mitglieder starken Verein Kirchenburgmuseum angestellt ist. Nach einem Beschluss der Kreisräte wird das Landratsamt nun die angestrebte Rechtsform eines Zweckverbands prüfen.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.