Mönchsondheim

Kirchenburgmuseum: Ein einmaliger Blick in die Geschichte

Das Kirchenburgmuseum in Mönchsondheim befindet sich seit Anfang Dezember im Winterschlaf. Wobei: Genau genommen laufen schon die Vorbereitungen für die Saison 2020.
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Das Kirchenburgmuseum in Mönchsondheim bereitet sich auf die Saison 2020 vor. Foto: Reinhard Hüßner
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Reinhard Hüßner – der Name steht für das Kirchenburgmuseum in Mönchsondheim. Wie die Saison gelaufen ist und was im kommenden Jahr ab dem 14. März ansteht, verrät der Museumsleiter in den Freitags-Fragen.

Frage: Wie viele Besucher zog das Kirchenburgmuseum in diesem Jahr an?

Reinhard Hüßner: Um die 12 000.

Wie viele Besucher dürften es seit der Eröffnung 1981 gewesen sein?

Hüßner: In unserer seit 1982 geführten Statistik zählen wir rund 638 000 Besucher, mit 1981 sicherlich über 650 000.

Was zeichnet das Museum aus?

Hüßner: Die originale Erhaltung der Museumsgebäude vor Ort und die Einbindung in das Dorf Mönchsondheim mit seiner reichhaltigen Geschichte ist deutschlandweit einmalig. Auf dieser Grundlage können wir unseren Gästen fundierte und authentische Dauer- und Sonderausstellungen präsentieren, insbesondere zur Entwicklung der ländlichen Region Mainfranken.

Was passiert im jetzt anstehenden Winterschlaf?

Hüßner: Die Arbeiten zur Überleitung der Museumsträgerschaft vom Verein zum neu gegründeten Zweckverband nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Dazu kommen die Planungen für die Veranstaltungsangebote in der kommenden Saison. Schließlich wollen wir noch die Finanzierung für die Instandsetzung eines Museumsgebäudes mit einer Kostenschätzung von rund 750 000 Euro unter Dach und Fach bringen, damit die Arbeiten im Frühjahr beginnen können

Höhepunkt in der abgelaufenen Saison war für mich ...

Hüßner: ... die feierliche Eröffnung der Sonderausstellung "Wenn, Herr, einst die Posaune ruft" zum 50-jährigen Gründungsjubiläum des Posaunenchors Mönchsondheim.

Ein Blick auf das kommende Jahr – was steht alles an?

Hüßner: Wir wollen die bewährten Aktivitäten und Feste beibehalten, aber auch Neues entwickeln. Außerdem müssen wir das Konzept für unser Kirchenburgfest auf den Prüfstand stellen, denn der Zuspruch hat in den vergangenen Jahren leider nachgelassen. Dazu kommt der Beginn der Bauarbeiten am künftigen museumspädagogischen Zentrum in Zusammenarbeit mit der Stadt Iphofen. Ob wir eine Sonderausstellung zum Ende des Zweiten Weltkrieges in der Hellmitzheimer Bucht zeigen können, ist noch nicht sicher. Ab Ostern zeigen wir die Wanderausstellung "Vom Untertan zum Staatsbürger – 200 Jahre bayerische Verfassung".

Wann genau geht es wieder los?

Hüßner: Am Samstag, 14. März, fällt um 10 Uhr der Startschuss.

Woher kommen die Ideen für die Sonderausstellungen? Und wie schwierig sind sie zu organisieren?

Hüßner: An Ideen mangelt es uns nicht. Wir stellen ja bei Sonderausstellungen oft den direkten Bezug zu Mönchsondheim in den Fokus und da liegen die Themen gewissermaßen auf der Straße. Dabei wird immer größter Wert darauf gelegt, dass solche Ausstellungen nicht nur Bezug auf Mönchsondheim nehmen, sondern dass die gesamte Kitzinger Region mit vielen Beispielen aus den Gemeinden mit einbezogen wird.

Wie lange bleiben Sie als Museumschef noch an Bord?

Hüßner: Nach den offiziellen Bestimmungen darf ich noch fünf Jahre tätig sein.

Welches Museum haben Sie zuletzt besucht – und wie war es?

Hüßner: Das Henneberg-Museum im Deutschordensschloss in Münnerstadt vor drei Wochen. Neu und gut gestaltete Ausstellungsräume haben mir mancherlei Anregungen gegeben. Insbesondere der direkte Bezug zur dortigen Stadtentwicklung ist ja vom Konzept her vergleichbar mit unserem Schwerpunkt auf das Dorf Mönchsondheim.

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