Kleinlangheim

Kinderlärm im Baugebiet ausdrücklich erlaubt

Neue Runde für das geplante Baugebiet Am Graben in Kleinlangheim. Der Bebauungsplan steht eigentlich schon längst, nun haben die Gemeinderäte in ihrer Sitzung am Dienstag noch einmal nachgebessert.
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Demografischer Wandel (Symbolbild)
Foto: Z5456 Arno Burgi (dpa-Zentralbild)

Neue Runde für das geplante Baugebiet Am Graben in Kleinlangheim. Der Bebauungsplan steht eigentlich schon längst, nun haben die Gemeinderäte in ihrer Sitzung am Dienstag noch einmal nachgebessert.

Bereits im April wurde entschieden, dass es für das Gebiet Nutzungsbeschränkungen geben wird, also etwa keine Gewerbe angesiedelt werden darf. Grund dafür war vor allem der zu erwartenden Verkehr und Lärmbelastung. Zwei Wochen später legten die Räte fest, dass diese Lärmschutzbestimmungen aber keinesfalls für Kinderspielplätze oder andere soziale Zwecke gelten sollen. Mit diesen Regelungen ist der Bebauungsplan geändert und muss nun in einem ergänzenden Verfahren erneut den Trägern öffentlicher Belange vorgelegt werden.

Zudem werden Schadstoff- und Lärmgutachten eingeholt um die entsprechenden Grenzwerte festzulegen. Die Gemeinderäte stimmten dem Verfahren zu, zeigten aber gleichzeitig ihre Verärgerung, dass nun weitere Monate ins Land ziehen, bis das Baugebiet genutzt werden kann.

Ärger über Müll an der A 3

Ärger gibt es auch immer wieder rund um die Rastanlage Haidt an der Autobahn. Thomas Schellhorn, der für Haidt im Gemeinderat sitzt, äußerte wiederholt seinen Unmut über die Verschmutzungen entlang der Rastanlage. Der Zaun rund um die Anlage sei regelmäßig niedergetrampelt oder gar durchgeschnitten. Die Folge: Menschlicher Urin und Kot an Wegen oder in Äckern. Der Hydrant auf der Anlage, der mit einem Fallmantel geschützt ist und eigentlich nur von der Feuerwehr geöffnet werden darf, ist immer wieder geöffnet. Schellhorn vermutet, dass vor allem Fernfahrer hier Wasser zapfen um Gebühren fürs Duschen zu sparen.

Mehrfach hatte er schon Kontakt mit der Straßenmeisterei, die aber ebenfalls machtlos ist. Auch die Gemeinde sieht kaum Handlungsmöglichkeiten. Bürgermeisterin Gerlinde Stier erklärte, das Bauamt sei an der Sache dran, aber mit wenig Erfolg. In der Runde kam die Idee auf, als ersten Schritt Anzeige gegen Unbekannt zu stellen. Stier riet, dass das die anliegenden Landwirte als Hauptgeschädigte übernehmen.

Nur ein Angebot eingegangen

Für die Erneuerung der Sanitäranlagen in der Grundschule hatte die Gemeinde eine Ausschreibung gemacht. Von 14 angeschriebenen Firmen hat sich nur eine zurückgemeldet. So geht der Auftrag an die Firma Schütz aus Kleinlangheim, deren Angebot zwar leicht über den taxierten Kosten liegt, aber durchaus noch im Rahmen. Außerdem erteilten die Räte der Bürgermeisterin die Befugnis, die weiteren Aufträge unter anderem für Fliesenarbeiten selbstständig zu erteilen, sodass die Arbeiten zeitnah und möglichst innerhalb der Ferien erledigt werden können.

Für den nächsten Sanierungsabschnitt der Bahnhofstraße sind rund 15 500 Euro Planungskosten veranschlagt, das Amt für ländliche Entwicklung schießt maximal 5430 Euro zu. In der Planung sind zunächst Seitenstreifen und Grünflächen enthalten. Die Räte stimmten zu, die Planung zu beauftragen.

Die Bürgermeisterin teilte mit, dass die Bahn den Antrag auf Entwidmung der Bahnlinie zurückgestellt hat, bis die Grundsatzentscheidungen über die weitere Verwendung der Strecke getroffen sind. Im Gremium kam darüber Unmut auf, vor allem weil die Entscheidung der Kommune 2016, die Linie zu entwidmen und ins Kernwegenetz einzubinden, durch die aktuelle Diskussion um die Reaktivierung torpediert werde.

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