Marktbreit

Kindergartenbaustellen:Eine Sanierung läuft, eine kommt

Frau bekommt wieder Kinder. Das ist schön, bringt aber landauf, landab die Gemeinden in Zugzwang. Denn die Betreuungseinrichtungen stoßen schnell an ihre Grenzen, Kindergärten müssen erweitert werden – und zwar dauernd. Kaum ist eine Einrichtung saniert und vergrößert, wird es auch schon wieder eng. So auch in Marktbreit, wo sich der Stadtrat am Montagabend fast ausschließlich mit dem Thema beschäftigte.
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In der nächsten Stadtratssitzung soll die Baustelle des evangelischen Kindergartens in Marktbreit besichtigt werden. Foto: Robert Haaß

Frau bekommt wieder Kinder. Das ist schön, bringt aber landauf, landab die Gemeinden in Zugzwang. Denn die Betreuungseinrichtungen stoßen schnell an ihre Grenzen, Kindergärten müssen erweitert werden – und zwar dauernd. Kaum ist eine Einrichtung saniert und vergrößert, wird es auch schon wieder eng. So auch in Marktbreit, wo sich der Stadtrat am Montagabend fast ausschließlich mit dem Thema beschäftigte.

Da ist einmal die Großbaustelle evangelischer Kindergarten. Schon kurz nach Beginn der Sanierung des historischen Gebäudes, geschätzte Kosten rund 3,5 Millionen Euro, traf sich der Bauausschuss im Februar zu einem ersten Ortstermin: Die Kosten drohten damals davon zu laufen. Das scheint weitgehend im Griff, doch berichtete Bürgermeister Erich Hegwein am Montagabend von weiteren Nachtragsangeboten, die er aber erst einmal zur genaueren Prüfung wieder zurückgewiesen hat. Insgesamt ist der Bau aber auf einem guten Weg, nur "kleine Kostenüberschreitungen" zeichnen sich ab. Bislang belaufen sich die auf rund 70 000 Euro.

Was wohl nicht einzuhalten ist, ist das geplante Bauende für März kommenden Jahres. Das dürfte sich wohl auf Juni verschieben, allerdings immer noch rechtzeitig für’s folgende Kindergartenjahr. In der nächsten Sitzung wollen sich die Räte ein Bild vor Ort machen.

Weit fortgeschritten ist die Planung für die Sanierung des katholischen Kindergartens. Hier habe es, so Hegwein, von Seiten der Leitung und des Trägers immer wieder "neue Ideen" zur Planung gegeben. Da sowohl die Leitung des Trägervereins, als auch des Kindergartens gewechselt haben, geht es nun wieder zurück zur ursprünglichen Planung, die jetzt detailliert ausgearbeitet wird, um sie der Regierung von Unterfranken vorzulegen. "Es kann dann irgendwann los gehen", so der Bürgermeister.

Auch wenn der Vorschlag für eine sichere Fußgängerführung vom Ohrenberg in die Stadt eigentlich ganz gut in die Planung der Erneuerung der Bahnüberführung in der Enheimer Straße passen würde: Die Antwort des ausführenden Ingenieurbüros der Bahn ist eindeutig. Die Überlegungen könnten wegen der "Kürze der Zeit" nicht umgesetzt werden. Baubeginn soll 2022 sein.

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