VOLKACH

Kindergarten-Neubau gerät ins Stocken

Die Arbeiten an den Außenanlagen des Neubaus der Kinderkrippe mitsamt Anbau der Kindergartengruppe sind ins Stocken geraten. Grund dafür sind extrem überhöhte Angebote, die bei der beschränkten Ausschreibung bei der Stadt eingegangen waren. Zehn Betriebe waren um Angebote gebeten worden, zwei hätten auch Angebote eingereicht. „Aber die sind derartig hoch, dass wir die Ausschreibung aufheben müssen“, sagte Bürgermeister Peter Kornell in der Sitzung des Stadtrates Volkach am Montagabend.
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Die Arbeiten an den Außenanlagen des Neubaus der Kinderkrippe mitsamt Anbau der Kindergartengruppe sind ins Stocken geraten. Grund dafür sind extrem überhöhte Angebote, die bei der beschränkten Ausschreibung bei der Stadt eingegangen waren. Zehn Betriebe waren um Angebote gebeten worden, zwei hätten auch Angebote eingereicht. „Aber die sind derartig hoch, dass wir die Ausschreibung aufheben müssen“, sagte Bürgermeister Peter Kornell in der Sitzung des Stadtrates Volkach am Montagabend.

Die Angebotssummen lagen zwischen 98 500 Euro und 113 000 Euro, „und das sind 100 Prozent über den kalkulierten Kosten“. Kornell hält das für ein „Abwehr-Angebot“, weil die Firmen vermutlich mit Aufträgen derartig eingedeckt seien, dass sie bewusst die Preise in die Höhe schrauben, um den Auftrag nicht zu bekommen. Denn die Prüfung und der Vergleich mit anderen Ergebnissen durch das Planungsbüro habe ergeben, „dass einzelne Positionen unangemessen hoch kalkuliert sind“. Das sei ein „schwerwiegender Grund“, die Ausschreibung aufzuheben. Was der Rat auch einstimmig tat und gleichzeitig den Bürgermeister befugte, den Auftrag an den wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben. Außerdem soll das gesamte Paket in „kleinere Portionen“ aufgeteilt werden, so dass sich – wie der Bürgermeister hofft – dann auch Firmen finden lassen, die diese Arbeiten auch übernehmen würden.

Weitere Themen der Ratssitzung

Das Raumprogramm des Konzeptes für den Neubau einer Krippen-, Übergangs- und Kindergartengruppe in Obervolkach ist mittlerweile mit dem Landratsamt und der Regierung von Unterfranken abgestimmt worden. Damit 2019 gebaut werden kann, musste der Stadtrat die Planung vergeben. Das Büro Projekt GbR hat auch ein Angebot abgegeben, und das Gremium gab grünes Licht für das Vorhaben, die Planungsleistung stufenweise an das Büro zu vergeben. Dabei soll auch geklärt werden, an welcher Stelle des Gebäudes Abrissarbeiten notwendig sind oder nicht. Im Kindergarten Obervolkach werden nach den Sommerferien drei Kindergartengruppen untergebracht, wobei eine Gruppe dann im Turnraum „wohnt“. Da im Herbst 2019 eine „erkleckliche Anzahl von Kindern“ eingeschult wird, wird es dann wieder nur zwei Gruppen geben und die Arbeiten am Neubau beginnen. Im Herbst 2020 soll dann eine dritte Gruppe im Neubau ihren Platz finden.

Jetzt ist es amtlich: Katrin Geiger gehört nicht mehr dem Volkacher Stadtrat an. Die CSU-Rätin aus Escherndorf hatte aus beruflichen und privaten Gründen ihr Amt nicht mehr so ausüben können, wie es nötig sei, und deshalb in der Mai-Sitzung ihren Rücktritt angekündigt. In der Ratssitzung am Montagabend entband das Gremium sie einstimmig von ihrem Ehrenamt. Erster Nachrücker wäre der Volkacher Stephan Heilmann gewesen. Weil auch er aus beruflichen und privaten Gründen absagte, entband ihn der Rat ebenfalls. Der nächste Nachrücker wäre Hanns Strecker, der sich gegenüber Bürgermeister Peter Kornell noch nicht geäußert hat.

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