Kitzingen

KiKaG: Männlicher Todesschnupfen trifft fränkisches Frauenbecken

Zum ersten Mal hat die KiKaG eine Frauen-Prunksitzung veranstaltet. Im Publikum saßen Frauen, aber auf der Bühne hatten die Männer die Hosen an.
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Mit einem Clown-Tanz" begeisterten die "Falter Dancers" von der KiKaG das Publikum. Foto: Waltraud Ludwig
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Die Büttenredner waren zwar überwiegend männlich und das obligatorische Männerballett durfte auch nicht fehlen, aber ansonsten war der Saal der Fastnachtsakademie am Freitagabend fest in Frauenhand: Die Kitzinger Karnevalsgesellschaft hatte zur 1. KiKaG-Frauensitzung geladen und eine große Schar fastnachtsfreudiger Jeckinnen war dem Aufruf gefolgt. Sie genossen einen bunten Abend mit Witz, Show und guter Stimmung.

Den Anstoß zur ersten Frauensitzung hatte Barbara Stamm gegeben: Als die ehemalige bayerische Landtagspräsidentin vor zwei Jahren den Kitzinger Schlappmaulorden erhielt, machte sie augenzwinkernd darauf aufmerksam, dass der Elferrat ausschließlich aus Männern besteht. "Wie wär's denn mal mit einer Frauensitzung?", schlug die Politikerin vor. Einige fastnachtsfrohe Damen waren von der Idee angetan, taten sich zusammen und so entstand ein bunter Abend "von und für Frauen".

Ines Procter als Zugpferd

Während die männlichen KiKaG-Kollegen den Empfang und die Bewirtung übernahmen, führten die "KiKaG Ladies", wie sich das weibliche Organisationskomitee nannte, durch die Veranstaltung. Für erste Lachsalven sorgte gleich zu Beginn die aus dem Fernsehen bekannte Gastrednerin Ines Procter in der Rolle einer leidgeprüften Hausfrau. In schönstem Fränkisch schilderte sie die Schwierigkeiten modernen Familienlebens. "Mei Mo liegt wieder dahem", meinte sie. "Er hat wieder MTS: Männlichen Todesschnupfen." Und mit den Söhnen sei es heutzutage auch nicht so einfach. "Wenn die doch nur a bissla ordentlicher wären! Da musst erst mal berechnen, wie viel Sauerstoff dir bleibt, wenn du zum Fenster willst."

Die restlichen Büttenredner beleuchteten humorvoll die männliche Sicht der Dinge. Dabei bekam das weibliche Geschlecht so manchen Seitenhieb ab. "Bei der Fränkin ist ja ein breites Becken angeboren", erläuterte KiKaG-Präsident Rainer Müller. Warum? "Damit sie beim Ratschen nicht aus dem Fenster fällt." Als leicht angetrunkener "Oberschlauchschlenker von der Freiwilligen Feuerwehr Kitzi" sorgte Willi Lutz für Heiterkeit. "Wo greifen die Frauen am liebsten hin?", fragte er. "Na, an die Brieftasche der Männer."

Nicht weniger komisch war der Auftritt der beiden "Bauarbeiter" "Lubber und Babbo", die von ihrem Arbeitsalltag berichteten. "Ihr wisst ja, was die drei wichtigsten Regeln eines Handwerkers sind", klärten sie die Zuhörerinnen auf. "Erstens: Des wird teuer. Zweitens: Am besten alles raus und neu machen. Drittens: Brauchst du unbedingt eine Rechnung?"

Für Stimmung sorgten schließlich auch Alleinunterhalter Frank Herold und mehrere Männertanzgruppen, darunter die "Wild Boys" aus Albertshofen und die "Falter Dancers" von der KiKaG. Der dicke Applaus am Ende der Karnevalssitzung zeigte, dass es dem (weiblichen) Publikum offensichtlich gefallen hatte.

Mitwirkende der 1. KiKaG-Frauensitzung
Büttenredner: Ines Procter, Rainer Müller, Willi Lutz, Lubber & Babbo, Horst Podschun, Walter Vierrether, Bertram Dehn;
Tanzgruppen: Männerballett Winterhausen, Männerballett Markt Bibart, "Falter Dancers" der KiKaG, "Wild Boys" Albertshofen; 
Moderation: Laura Rüttger;
KiKaG Ladies: Laura Rüttger, Anne Kathrin Götz, Ulla Götz, Alisa Hack, Annika Lilly, Julia Schweiger, Jutta Weiß, Rosi Bernhardt, Ute Pascher, Ingrid Kalthoff, Tatjana Günther; 
Alleinunterhalter: Frank Herold.
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