Obervolkach
Weinbau

Keine vergebene Liebesmüh in Obervolkach

Die Obervolkacher stecken viel Herzblut und Liebe in ihren Winzerverein. Und sie haben immer wieder neue Ideen.
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Mit immer neuen Ideen, wie beispielsweise dem romantischen Liebespfad, zeigen Josef Barthelme und Roman Jörg ein Herz für ihre Heimat Obervolkach. Foto: Pfannes
Mit immer neuen Ideen, wie beispielsweise dem romantischen Liebespfad, zeigen Josef Barthelme und Roman Jörg ein Herz für ihre Heimat Obervolkach. Foto: Pfannes
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Sie wollen ihren Heimatort weintouristisch voranbringen und die Natur rund um Obervolkach nicht nur für Gäste, sondern auch für die Einheimischen schöner machen. Roman Jörg und Josef Barthelme haben als Vorsitzende des örtlichen Winzervereins in den vergangenen Jahren schon viel bewegt.
Seit kurzem weist ein romantischer Wanderpfad zur sagenumwobenen Stettenburg-Ruine nicht nur Liebespaaren den rechten Weg. Neu ins Leben gerufene Weinevents demonstrieren die Vielfalt der heimischen Rebensäfte. Bei der Jahreshauptversammlung des Winzervereins am Sonntagabend wurden Jörg und Barthelme in Rekordwahlzeit von fünf Minuten wiedergewählt. Und sie haben Einiges vor.
Nach Zeilitzheimer oder Sommeracher Vorbild soll in den Landsknecht-Wengert ein Weinbergshäuschen entstehen, in dem der Wanderer einen trockenen Unterstand findet und gemütlich Rast machen kann.
"Es wäre super, wenn wir das erreichen könnten", sagte Jörg.
Weil den Obervolkacher Winzern eine schöne Natur am Herzen liegt, wurden bei dem Treffen im Pfarrheim entsprechende Beschwerden unverblümt vorgetragen. So wurde bemängelt, dass große Mengen verrosteten alten Weinbergdrahts am Waldrand in der Nähe der Stettenburg abgelagert wurde. "Das ist kein schöner Anblick", bestätigte Jörg die Kritik eines Mitglieds. Kritisch beäugt wurden ferner verdreckte Weinbergswege. Ehrenvorsitzender Walter Feuerbach bemängelte, dass manche Wegränder schon weit zugewuchert seien. Das müsse sich schleunigst ändern.
In seinem Jahresrückblick skizzierte Roman Jörg die verschiedenen geselligen Unternehmungen in der Vereinigung und belegte das gute Miteinander mit bunten Bildern. Ein voller Erfolg war der Jahresausflug nach Michelstadt im Odenwald. In Sachen "Gemarkungsverschönerung" pflanzten die Winzer einen Kirschbaum, verschönten ein Wege-Eck an der Stettenburg mit Rosen und errichteten den lang ersehnten Fußgängersteg über den Volkach-Bach hinüber zu Fisch Gerstner. Damit wurde eine Lücke im Wandernetz rund um die Weinbaugemeinde geschlossen.
Eifrig bei der Sache waren die Mitglieder beim Landsknecht-Weinfest, bei dem der Weinstand am Festplatz betrieben wurde. Der alte und neue Vorsitzende dankte allen Helfern sowie den Symbolfiguren Willi Bedenk, Walter Feuerbach und Michael Staudt für ihren Einsatz. Er würdigte ferner das Engagement von Weinprinzessin Elisa Bätz, die den Winzerort sehr gut nach außen repräsentiert habe. Alle seien wichtige Werbeträger für Obervolkach, betonte Jörg und richtete seinen Blick nach vorne.
Der traditionelle Winzerausflug soll schon im Frühjahr stattfinden. Ziel ist Bad Rodach mit der Besichtigung der Heldburg. Das Winzerfest wird das Motto "Böhmisch, was sonst" erhalten. Weil das Tor der Winzerhalle einen neuen Anstrich erhalten soll, suchen die Verantwortlichen einige Helfer "außerhalb des Vorstands".
Im Herbst soll eine Weinprobe zum Jubiläum "100 Jahre Müller-Thurgau" stattfinden. Vielleicht ist dann schon das neue Weinbergshäuschen Austragungsort der weinseligen Geburtstagsfeier. Jörg und Barthelme wollen auf alle Fälle schnellstens die Voraussetzungen erkunden, damit der Bau der Schutzhütte möglichst bald beginnen kann.
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