MARKTBREIT

Keine Anwohnerparkplätze in Marktbreit

Auch künftig wird es keine Anwohnerparkplätze in der Blauen Zone in der Marktbreiter Altstadt geben. In seiner jüngsten Sitzung lehnte der Stadtrat einen entsprechenden Antrag von Jürgen Federolf aus der Bürgerversammlung im Juli mehrheitlich ab.
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Leerstand: Der neue Parkplatz in der Ochsenfurter Straße in Marktbreit, hier bei einem Ortstermin des Bauausschusses im Juli, stößt bei den Marktbreitern auf wenig Interesse. Foto: Archivfoto: Robert Haass

Auch künftig wird es keine Anwohnerparkplätze in der Blauen Zone in der Marktbreiter Altstadt geben. In seiner jüngsten Sitzung lehnte der Stadtrat einen entsprechenden Antrag von Jürgen Federolf aus der Bürgerversammlung im Juli mehrheitlich ab.

Die Vorstellung des städtebaulichen Entwicklungskonzepts durch Städteplaner Dag Schröder war am 9. Juli einziges Thema der Bürgerversammlung. Jürgen Federolf beantragte damals, der Stadtrat möge sich nochmals mit dem Anwohnerparken in der Altstadt beschäftigen und dafür die Blaue Zone einschränken.

Ein Thema, so Hegwein, das in der Vergangenheit vom Stadtrat bereits mehrmals diskutiert wurde. Unter anderem durch Erhebungen und Zählung der vorhandenen Parkmöglichkeiten wurde fest gestellt: Dafür gibt es einfach zu wenige Parkplätze in der Altstadt. Wer die Mentalität der Marktbreiter kenne, so Hegwein, der wisse, dass einige Bürger auf ein Anrecht auf einen Stellplatz in der Innenstadt pochen würden. „Auf diese Diskussion habe ich keine Lust“, so der Bürgermeister. Zudem stünden dann noch weniger Parkplätze für Besucher der Altstadt zur Verfügung.

Komplett anderer Meinung waren Christiane Berneth und Hans-Martin Hoffmann. Hoffmann wies auf die Anwohnerparkausweise in Würzburg hin und schlug eine ähnliche Lösung für Marktbreit vor: Für jährlich 60 Euro könnten dann Innenstadtbewohner einen Parkausweis erwerben und damit ihr Fahrzeug auf Dauer in der Blauen Zone abstellen. Und Christiane Berneth bestätigte: „Wenn wir dem Ziel Innenstadtbelebung neuen Schwung geben wollen, müssen wir das machen.“

Hegwein wies auf den neuen Parkplatz in der Ochsenfurter Straße hin. Hier könnten Anlieger, Hotellerie oder Vermieter von Wohnungen Parkplätze für 30 Euro pro Monat mieten – bislang gebe es allerdings nur einen Interessenten. „Wäre der Bedarf an Anwohnerparkplätzen wirklich so groß, dann müssten uns die Parkplätze in der Ochsenfurter Straße aus den Händen gerissen werden“, so Hegwein. Dies sei aber nicht der Fall. Eigentlich hätte er, so Hegwein, für ähnliche Projekte noch Vorschläge parat, die er angesichts der nicht vorhandenen Nachfrage in der Ochsenfurter Straße nicht weiter verfolge.

Nur drei von 15 dafür

Für Martina Michel werde das Stellplatzproblem in Marktbreit nicht durch Anwohnerparkausweise gelöst, sondern durch mehr Stellplätze an der Peripherie. Und Martin Näck verwies auf den Beschluss des Stadtrats, Neuvermietungen von Ladengeschäften finanziell zu unterstützen: Da würden weniger Parkplätze für Kunden kontraproduktiv wirken. Am Ende sprachen sich nur drei von 15 Stadträten für ein Anwohnerparken aus.

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