KITZINGEN

Kein sanftes Gebimmel, sondern Roooooock

Es soll Leute geben, die lieber auf Weihnachtsgeschenke verzichten würden, als auf den „Nikolausrock“. Zum neunten Mal lädt Hofrat Walter Vierrether zum vorweihnachtlichen Musik- und Glühweingenuss ein.
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Am Samstag wird es rockig auf dem Marktplatz: Achim Thiergärtner (links) und Walter Vierrether legen beim Nikolausrock im Doppelpack los. Foto: Foto: D. Fuchs
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Bei freiem Eintritt zieht „Diedschäi Hofrat“ am Sonntag, 29. November, alle Rock-Register. Von 15 bis 18 Uhr wird der malerische Marktplatz Kitzingens zur Kulisse für junge und jung gebliebene Nikolausrocker.

„Passt auf, Leute, dass der heilige Kilian nicht seinen Stab wegschmeißt, vom Brunnen runtersteigt und mitrockt“, warnt Vierrether alle Gäste schon mal vor. Bisher hat der Frankenapostel zwar immer eisern auf dem Kiliansbrunnen inmitten des Marktplatzes Stand gehalten – im wahrsten Sinn des Wortes –, aber man weiß ja nie. Vor allem dann nicht, wenn Walter Vierrether sich zur Verstärkung seinen Neffen an die Seite holt, den bekannten Musiker Achim Thiergärtner.

Die beiden sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Gemeinsam haben sie schon mehrfach gezeigt, wie spontan sie sind und wie die Wünsche der Fans sie anspornen, die Stimmung immer noch ein Stückchen zu steigern. „Bestimmt wird es wieder eine Soulrunde geben. So richtig schön zum Schwofen“, schaut der Hofrat voraus. „Und Deutschrock wird auf jeden Fall auch gespielt.“

Achim Thiergärtner, der am Mischpult die richtigen Hebel bewegt, verspricht, dass er auch manchen ausgefalleneren Song aussuchen wird. Walter Vierrether nickt und stellt grinsend klar: „Unsere 'Weihnachtslieder' heben sich immer schön ab von dem ganzen Gebimmel in den Kaufhäusern...“

Von Lindenberg bis Lage, von Deep Purple bis Van Halen, von Nena bis zu den Scorpions: Walter und Achim legen vor allem Songs auf, die zum Mitgrooven und Mittanzen animieren. Wer zwischendurch Hunger oder Durst bekommt, wird bei den verschiedenen Gastronomen und ihren Weihnachtsbuden rund um den Markt fündig.

„Wir freuen uns auch heuer wieder, wenn die Gäste sich ein bisschen nikolausig herausputzen“, sagt Walter Vierrether. Egal ob als Engel oder Bengel, als Rentier oder Knecht Rupprecht: Die drei Damen und Herren, die sich im originellsten Outfit zeigen, können etwas gewinnen. Was, verrät der Hofrat noch nicht. Nur so viel: „Für sie haben wir eine Überraschung.“

Sicher ist dagegen schon jetzt: Wenn zuvor nicht die Welt untergeht, wird am ersten Advent Punkt 15 Uhr der erste Schlag von „Hells bells“ über den Marktplatz gongen. Etwa drei Stunden später wollen der Neffe und sein Onkel nach alter Tradition „All you need is love“ gegen die Fachwerkfassaden schallen lassen. Und dazwischen: „Da sorgen wir für jede Menge Spaß und ein Nikolausfest der etwas anderen Art. Versprochen.“

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