Markt Einersheim
Gefahr

Kein gutes Zeugnis für die Linde

Ein Gutachter hat die Stand- und Bruchsicherheit des Marktplatz-Baumes als äußerst bedenklich eingestuft. Vorerst soll ein radikaler Rückschnitt helfen. Auf Dauer muss sich der Gemeinderat jedoch etwas anderes einfallen lassen.
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Wie geht es mit der Linde am Marktplatz weiter? Darüber diskutierten die Markt Einersheimer Räte ausgiebig am Mittwoch bei ihrer ersten Ratssitzung nach der Sommerpause. Leider förderten die Untersuchungen eines Gutachters kein gutes Ergebnis zu Tage, wie Bürgermeister Bruno Gamm (UWG) die Räte informierte.

Die Linde wurde im Jahr 1887 anlässlich des 90. Geburtstages von Kaiser Wilhelm gepflanzt. "Sicher war der Baum da schon einige Jahre alt", sagte Gamm und benannte das Alter des Baumes mit "mehr als 125 Jahren". Ein Gutachter hat den Baum nicht nur betrachtet, sondern auch Bohr-Widerstandsmessungen vorgenommen und den Baum abgeklopft. Das Urteil: Die Linde verfüge über eine mäßige bis geringe Vitalität. Der Standpunkt am Markt sei für das Wachstum des Baumes nicht gerade förderlich.
"Es ist zu befürchten, dass sich der Zustand im nächsten Jahr weiter verschlechtert", heißt es im Gutachten.

Zudem sei die Stand- und Bruchsicherheit der Linde nicht mehr gegeben. Um die Verkehrssicherheit wieder herzustellen, müsse die Krone deutlich eingekürzt werden - in der Höhe um 30 Prozent und seitlich um zehn Prozent der Masse. Und selbst dann sei die Linde nur noch maximal acht bis zehn Jahre "zu retten". Der Gutachter empfahl, das Zurückschneiden des Baumes aufgrund des erhöhten Bruchrisikos schnellstmöglich durchzuführen.

Nachdem sich der Schock bei den Räten etwas gelegt hatte, überlegten sie gemeinsam, wie es weitergehen soll. Bürgermeister Gamm gab zu bedenken, dass man nicht nur kurzfristig denken sollte, sondern grundsätzlich überlegen müsse, wie man den Marktplatz generell in der Zukunft gestalten will. Nach einiger Diskussion waren sich die Räte einig, sich in nächster Zeit Gedanken über die Gestaltung des Marktplatzes zu machen. Als Sofortmaßnahme soll ein Angebot über den Rückschnitt der Linde eingeholt werden.

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