VOLKACH

Kaufangebot fürs Rathaus

Ernstgemeint oder Scherz? Der Escherndorfer Rentner Paul Sauer ist immer für einen Gag zu haben. In der Sitzung des Stadtrats am Montag machte er der Ratsrunde einen Vorschlag, wie er der Stadt aus ihren finanziellen Engpässen helfen könne. „Verkaufen Sie mir Ihr Rathaus. Ich würde es kaufen“, sagte der ehemalige Winzer.
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Ein Kaufangebot fürs Volkacher Rathaus gab es in der Sitzung des Stadtrates. Foto: ArchivFoto: Pfannes

Ernstgemeint oder Scherz? Der Escherndorfer Rentner Paul Sauer ist immer für einen Gag zu haben. In der Sitzung des Stadtrats am Montag machte er der Ratsrunde einen Vorschlag, wie er der Stadt aus ihren finanziellen Engpässen helfen könne. „Verkaufen Sie mir Ihr Rathaus. Ich würde es kaufen“, sagte der ehemalige Winzer. Antworten aus dem Gremium bekam Sauer nicht. Sein Kaufinteresse an der städtischen Immobilie im Herzen der Altstadt überraschte sichtlich alle Anwesenden.

Würde dieser Verkauf Wirklichkeit, könnte die Prioritätenliste, die der Stadtrat für das Sanierungsgebiet „Altstadt Volkach“ im kommenden Jahr abgesegnet hat, künftig vielleicht üppiger ausfallen. Einziger dicker Brocken auf der aktuellen Liste ist der zweite Bauabschnitt bei der Neugestaltung der Hauptstraße samt Georg-Berz-Straße (2015: 320 000 Euro; 2016: 320 000 Euro).

2016 sollen 80 000 Euro in einen Mehrgenerationenpark und 100 000 Euro in den zweiten Bauabschnitt bei der Neugestaltung des Geländes in der Nähe des Zeilitzheimer Tors investiert werden. Die dortige alte Fischhalterei soll abgerissen werden. 2017 will man voraussichtlich mit der Neugestaltung der Spitalstraße, der Prof. Jäcklein-Straße sowie der Hetzers-, Zehnt und Oberen Zwingergasse beginnen.

Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, Fördergelder aus der Städtebauförderung bei der Regierung von Unterfranken zu beantragen. Bürgermeister Peter Kornell erwartet wegen der finanziellen Situation der Stadt bis zu 20 Prozent mehr Förderung als bisher.

Weitere Punkte aus dem Volkacher Stadtrat:

• Nach 24 Wochenenden ist die Mainschleifenshuttle-Saison zu Ende gegangen. Der Leiter der Tourist Info Marco Maiberger berichtete vom erfolgreichsten Herbst seit Bestehen bei der Entwicklung der Fahrgastzahlen. Das kleine Defizit, das beim verregneten Volkacher Weinfest entstand, wurde dadurch ausgeglichen. Der Kostenanteil der Stadt lag bei 6 636 Euro. Der Landkreis Kitzingen förderte das Projekt mit 66,6 Prozent. Sollte der Landkreis 2015 den Zuschuss auf 50 Prozent kürzen, steigen die Kosten für Volkach um maximal 4000 Euro. Mit 15:4 beschloss das Gremium, sich 2015 wieder am Shuttle zu beteiligen. Die Bonus-Aktionen und die Touren mit Gästeführern sollen beibehalten werden.

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