DETTELBACH/MAINSONDHEIM

Kanalsanierung wird teuer

Sie gehören zu den unpopulären Bauwerken, sind meist teuer und dann nicht mal zu sehen: Um Abwasserkanäle ging es mal wieder im Dettelbacher Stadtrat am Montag. Diesmal stand Mainsondheim auf der Tagesordnung, wo laut Tiefbau-Planer Thomas Glückert eine Menge im Argen liegt. Das hätten Video-Untersuchungen ergeben.
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Symbolfoto Kanalstreit Prichsenstadt Foto: Foto: Siegfried Farkas

Sie gehören zu den unpopulären Bauwerken, sind meist teuer und dann nicht mal zu sehen: Um Abwasserkanäle ging es mal wieder im Dettelbacher Stadtrat am Montag. Diesmal stand Mainsondheim auf der Tagesordnung, wo laut Tiefbau-Planer Thomas Glückert eine Menge im Argen liegt. Das hätten Video-Untersuchungen ergeben.

Die schadhaften Stellen konzentrieren sich im Altort. Unter anderem habe man 275 schadhafte Anschlüsse gefunden, an 163 Stellen sei „der Boden sichtbar“ – was bedeutet: Abwasser dringt ins Erdreich ein.

Handlungsbedarf ist also gegeben, allerdings wird den Planungen zufolge die Sanierung in mehreren Abschnitten erfolgen und sich über Jahre hinziehen. Laut Glückert soll geprüft werden, wo eine Auswechslung der Leitungen nötig ist und wo Reparaturen reichen. Erneuert werden soll zudem die Wasserleitung, aus dem Jahr 1958.

Ein Grund für das schrittweise Vorgehen sind die Kosten, die für alle vier Bauabschnitte zusammen auf mehr als 1,7 Millionen Euro geschätzt werden. Mit Anliegerbeiträgen müssen die Mainsondheimer zumindest für Kanal und Wasser nicht rechnen, die Kosten werden auf die Gebühren umgelegt. Sollten bei der Gelegenheit allerdings auch umfassende Straßensanierungen erfolgen, sieht die Beitragsfrage anders aus.

Bürgermeisterin Christine Konrad kündigte zu dem Thema eine Bürgerversammlung an.

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