Volkach

Junge Rekruten legen den Eid ab

Feierliches Gelöbnis in der Volkacher Kaserne vor dem Kommandeur Oberstlautnant Franz Döllein und einer großen Schar von Gästen.
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Ein feierlicher Moment: Eine Abordnung der Soldaten legt die Hand auf die Bataillonsfahne und alle sprechen die Eidesformel. Die Gäste haben sich dazu erhoben. Foto: Hanns Strecker

"Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen!" - So begann die Eidesformel, die 20 junge Soldatinnen und Soldaten im Offizierscasino der Volkacher Kaserne vor dem Kommandeur Oberstleutnant Franz Döllein und einer großen Schar von Gästen vortrugen.

Hinter ihnen liegt eine harte Grundausbildung: Drei Monate wurden sie vom Chef der Ausbildungskompanie, Hauptmann Alexander Lautenschläger, mit den Grundzügen der Bundeswehr vertraut gemacht, im Volksmund heißt das "gedrillt". "Mit Erfolg, wie man sieht", sagte der Ausbildungsleiter. Theorie und Praxis bis hin zum Erlangen einer hohen körperlichen Fitness wechselten sich im täglichen Dienst ab. Der Höhepunkt der Abschlussprüfung war ein 20-Kilometer-Gewaltmarsch, mit einem 25 Kilo schweren Rucksack. "Das hat die Truppe zusammengeschweißt. Alleine hätten sie das nie geschafft", sagte der Hauptmann.

"So eine Grundausbildung muss jeder bei der Bundeswehr durchlaufen. Ganz egal ob er die Offiziers- oder die Unteroffizierslaufbahn einschlägt", erklärte Pressesprecher Daniel Timme.

In seiner Gelöbnisansprache erzählte Bataillonskommandeur Döllein eine lustige Geschichte: Der heutige Prichsenstädter Bürgermeister René Schlehr hatte vor etwa 30 Jahren seine Grundausbildung bei der Bundeswehr abgeschlossen und sein damaliger Ausbildungsleiter war der heutige Kommandeur Döllein. "Sie sehen, der Dienst bei der Bundeswehr hat weder ihm noch mir geschadet", sagte Döllein schmunzelnd. Den jungen Soldaten zollte er Respekt: "Sie haben sich durchgebissen. Sie haben sich geplagt. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich!"

Volkachs Bürgermeisterin Gerlinde Martin betonte, dass die Bundeswehr hier an der Mainschleife und im ganzen Landkreis sehr geschätzt werde. "Die Soldatinnen und Soldaten sind seit Jahren fest in der Bevölkerung integriert. Zahlreiche persönliche Freundschaften sind daraus entstanden." Weiter sagte Martin: "Die Bevölkerung weiß um die große Bedeutung der Bundeswehr zur Wahrung des Friedens in unserem Land."

Der 23-jährige Alexander Tweedale aus der Oberpfalz strahlt stolz. Und natürlich auch sein Vater, der als Gast mit dabei war. Der Soldat erzählt, dass er eine abgeschlossene Ausbildung als Werkzeugmacher habe, was ihn aber nicht ganz ausgefüllt habe. Daher sei er seinem Jugendtraum gefolgt und zur Bundeswehr gewechselt. Sein Vater ist übrigens auch Soldat.

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