Markt Einersheim

Julia Halbleib kämpft sich durch einen Akten-Berg

Eine gemeinsame Archiv- und Registratur-Kraft ist eines der Projekte der interkommunalen Allianz 7/22 Südost.
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Eine gemeinsame Archiv- und Registratur-Kraft ist eines der Projekte der interkommunalen Allianz 7/22 Südost. Für die Aufarbeitung alter Akten und Dokumente hat die Allianz mit Julia Halbleib eine Teilzeitkraft angestellt, die derzeit für fünf Wochen in Markt Einersheim im Einsatz ist. Das auf fünf Jahre ausgelegte Projekt wird vom Amt für ländliche Entwicklung bezuschusst, so dass die Kraft jeder der beteiligten Kommunen nur 2300 Euro pro Jahr kostet.

Sie berichtete in der Ratssitzung am Mittwoch, dass sie nach dem festgelegten Verteilerschlüssel zehn Wochen pro Jahr in Markt Einersheim vor Ort sein werde. Sie steht hier vor einem Berg von Akten, die bis zurück zur Gebietsreform im Jahr 1972 reichen. Julia Halbleib hat inzwischen schon 451 Kilogramm Akten aussortiert und Aufhebenswertes sondiert.

Weitere Themen im Rat waren:

Das Parkproblem beschäftigt die Markt Einersheimer Gemeinderäte schon seit geraumer Zeit, jetzt beschlossen sie, die Parkmoral vorerst probeweise überwachen zu lassen. Bürgermeister Herbert Volkamer und sein Stellvertreter Gerd Fuchs waren mit einer Vertreterin der Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft Gefahrenpunkte im Ort abgelaufen. Dabei riet die Fachfrau der Gemeinde, abschnittsweise mit Markierungen ein Gehweg-Teilparken zuzulassen um die Fahrbahn wie in der Bahnhofstraße zwar zu verengen, aber nur so weit, dass zwei Fahrzeuge im Begegnungsverkehr problemlos aneinander vorbei kommen. Im Baugebiet Point sollen in Kurvenbereichen Schraffierungen auf der Fahrbahn für Parkverbote aufgebracht werden. Ab April wird es dann eine probeweise Kontrolle des ruhenden Verkehrs geben, vorerst wird die Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft noch keine Knöllchen verteilen, sondern nur schriftliche Ermahnungen aussprechen. Erst wenn sich trotz der Überwachung keine Besserung zeigt, will der Gemeinderat über das Ausstellen von Strafzetteln beschließen.

Der Bürgermeister hatte die gute Nachricht, dass der Leader-Steuerkreis inzwischen das Konzept für ein Heimatmuseum im Würzburger Tor anerkannt und damit den Zuschuss von 60 Prozent in Aussicht gestellt hat. Dass der örtliche Wanderweg mit dem Museum verknüpft wird, überzeugte die Leader-Verantwortlichen.

Weitere gute Nachrichten hatte Herbert Volkamer von der Photovoltaikanlage auf dem Schulhaus. Sie produzierte im vergangenen Jahr mit 18 503 Kilowattstunden Strom, was 8650 Euro einbrachte und damit das zweitbeste Ergebnis nach dem Rekordjahr 2011. Die Anlage hat sich schon im Jahr amortisiert und bis ins Jahr 2028 bekommt die Gemeinde die garantierte Vergütung von 46,75 Cent pro Kilowattstunde für die Einspeisung ins Stromnetz.

In der Flur Richtung Ruine Speckfeld gibt es ein Gedenkkreuz aus dem 15. Jahrhundert, das die Gemeinde aufwerten und auf einen Muschelkalksockel und darunter eine Fundament setzen will. Dazu erhält die Gemeinde Zuschüsse vom Landkreis und der Kulturstiftung des Bezirks, so dass der Gemeinde ein Eigenanteil von 5000 Euro verbleibt.

Die Gemeinde gewährt dieses Jahr - wie schon in den Vorjahren - der Diakoniestation Kitzingen einen Zuschuss von 50 Cent pro Einwohner, was den Betrag von 608 Euro ausmacht.



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