Kleinlangheim

Jugendwehr aktiv: Sechs Einsätze in 24 Stunden

Jugendfeuerwehr Kleinlangheim hatte es in sich
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Zügig übernimmt die Jugendfeuerwehr den Dummy, der als vermisste Person fungiert, aus den Händen des Atemschutztrupps. Foto: Andreas Ruhsert
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 "Alarm für die Feuerwehr Kleinlangheim", tönt es aus dem Lautsprecher im Feuerwehrhaus. Gemeldet wird ein Brand im Keller der historischen Kirchenburg, eine Person gilt als vermisst. Neun Feuerwehranwärter ziehen sich zügig ihre Schutzanzüge an und besteigen die Feuerwehrautos mit Kurs auf den Einsatzort. Nun gilt es, schnell und sicher eine Schlauchleitung vom Fahrzeug zum Kellereingang aufzubauen, um den Brand zu löschen. Ein Atemschutztrupp rettet die vermisste Person, anschließend wird Erste Hilfe geleistet und der Keller belüftet.

Nicht schlecht staunen einige Anwohner als sie sehen, dass fast ausschließlich Jugendliche im Einsatz sind. Schnell klärt sich auf, dass es sich um eine Übung der besonderen Art handelt. Diese dauert genau 24 Stunden am Stück und wird in Kleinlangheim heuer schon zum dritten Mal durchgeführt.

"Ziel ist es, die Stresssituation bei Feuerwehreinsätzen zu trainieren", erklärt Jugendwart Stefan Dietzel. "Bei der Übung lernen die Jugendlichen die Vielfalt des Feuerwehralltags kennen, bevor sie später als aktive Feuerwehrleute an Einsätzen teilnehmen". Fünf Betreuer aus der aktiven Wehr unterstützen ihn bei der Durchführung der fiktiven Einsätze, die es in sich haben. Auf einen Autounfall mit eingeklemmter Person, eine Kleintierrettung mittels Drehleiter und den Kellerbrand in der Kirchenburg folgt am späten Abend ein Fehlalarm, auch das gehört zum Feuerwehralltag.

Die Zeit zwischen den Einsätzen verbringen die Jugendlichen gemeinsam im Feuerwehrhaus. Wann die Sirene zum nächsten Einsatz rufen wird, wissen sie vorher natürlich nicht. Neben der Nachbesprechung getätigter Einsätze und Schulungen darf auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. "Wir verbringen die ganze Schicht gemeinsam, wie Berufsfeuerwehrleute", so Stefan Dietzel. Im Nebenraum haben sich die Feuerwehranwärter Feldbetten aufgebaut, doch viel Schlaf bleibt ihnen verwehrt, mitten in der Nacht werden sie zu einer Personensuche alarmiert.

Als letzte Übung muss am Folgetag ein simulierter Fahrzeugbrand gelöscht werden. Der Jugendwart zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung des Nachwuchses und lädt auch weitere Jugendliche ein, sich die Aufgaben der Feuerwehr anzusehen. Die Kleinlangheimer Jugendfeuerwehr trifft sich jeden zweiten Donnerstag um 18 Uhr am Feuerwehrhaus.  

Infos gibt es unter feuerwehr-kleinlangheim.de und facebook.com/FreiwilligeFeuerwehrKleinlangheim.

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