Mainstockheim

Jugendfeuerwehr brennt auf Langzeitübung

Ihre inzwischen dritte 24-Stunden-Übung absolvierte die Jugendfeuerwehr Mainstockheim von Freitag bis Samstag."Mit Überraschungen", wie Jugendwart Frederik Drenkard ausführte.
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Eine Stichflamme löste einen Brand aus, dem die Jugendfeuerwehr zuleibe rückte. Foto: Gerhard Bauer
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Ihre inzwischen dritte 24-Stunden-Übung absolvierte die Jugendfeuerwehr Mainstockheim von Freitag bis Samstag. "Mit Überraschungen", wie Jugendwart Frederik Drenkard ausführte.

13 der 25 Jugendlichen in der Mainstockheimer Feuerwehr bezogen für 24 Stunden den Unterrichtsraum im Feuerwehrhaus als Unterkunft, immer gewärtig, dass kurzfristig ein Alarm einläuft und ahnungslos, was sie jeweils erwarten würde. Für die Verpflegung sorgte die Gemeinde Mainstockheim.

Als am Freitag um 20.53 Uhr ein Alarm wegen eines Flächenbrandes und einer Stichflamme einlief, hatten die Nachwuchskräfte bereits die Personenrettung eines auf dem Main gekenterten Kajaks hinter sich, hatten eine verschreckte Katze von einem Hausdach geholt und eine eingeklemmte Person befreit.

Mit drei Fahrzeugen kamen die Jugendlichen – darunter drei Jugendliche aus der Partnergemeinde Oehna – um 20.58 Uhr am "Unfallort" an. Ein Fahrzeug fuhr weiter zum Mainufer, um von dort aus eine Wasserversorgung für den Flächenbrand aufzubauen. Das zweite Fahrzeug nutzte seinen mitgeführten Wassertank, um das aus einer Stichflamme entstandene Feuer zu löschen. Inzwischen hatte die dritte Mannschaft die Leiter in Stellung gebracht, um dem Flächenbrand aus der Höhe zu bekämpfen.

Wie Drenkard betonte, "brannte" die Jugend förmlich auf ihre Übung, die zudem eine gute Werbemaßnahme für die Feuerwehr darstelle. Zudem werde die Gemeinschaft unter den 12- bis 18-Jährigen gepflegt, denn in der Freizeit stünden allerlei Spiele im Vordergrund, jedoch immer getragen vom Auftrag, binnen drei Minuten abfahrbereit zu sein. In Mainstockheim wird die Nachwuchsarbeit so intensiv betrieben, dass inzwischen eine zwölfköpfige Kinderfeuerwehr für sechs bis zwölf Jahre alte Kinder aufgebaut werden konnte.

Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs machte sich vor Ort ebenso ein Bild vom Ablauf wie Kreisbrandinspektor Dirk Albrecht, der allerdings als interessierter Zuschauer kam. Fuchs zeigte sich begeistert von Einsatzwillen und Leistungsbereitschaft der Nachwuchsfeuerwehr, schon alleine das Zuschauen habe Spaß gemacht.

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