Sommerach

Jüdisches Leben in Sommerach

Beim Seniorenkreis „Auslese“ in Sommerach vermittelte Gemeindearchivar Elmar Hochholzer einen spannenden und anschaulichen Einblick in die Lebensverhältnisse der jüdischen Mitbewohner.
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Foto: Günther Schäffer

Beim Seniorenkreis „Auslese“ in Sommerach vermittelte Gemeindearchivar Elmar Hochholzer einen spannenden und anschaulichen Einblick in die Lebensverhältnisse der jüdischen Mitbewohner. Sie sind seit dem 16. Jahrhundert im Winzerort bezeugt. Das Zusammenleben oder besser Nebeneinander war eher distanziert und oft nicht unproblematisch, ist einer Pressemitteilung zu entnehmen. Im 19. Jahrhundert lebten über 100 Personen jüdischen Glaubens in Sommerach. Sie zogen nach 1871 alle in andere Orte. Die Synagoge wurde 1991 abgerissen. Der Vortrag schloss mit einem versöhnlich stimmenden Lebensbild und Erinnerungen des Weinhändlers August Mohrenwitz. Er starb 1942 in Frankfurt 86-jährig und schrieb noch 1933 in einem Brief: „Ich denke gerne an meinen Geburtsort Sommerach“. Teamleiterin Maria Sauer dankte dem Referenten im Namen der zahlreichen Besucher für den informativen historischen Streifzug mit einem Präsent.  

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