Stadelschwarzach

Jubiläumskirchweih in Stadelon

Kurioses, Unterhaltsames und auch ein bisschen Historisches. Der Stadelschwarzacher Kirchweihsonntag hatte in diesem Jahr einiges zu bieten, schließlich war es die Kirchweih im Jubiläumsjahr. „Stadelon“ feiert ja sein 1100-jähriges Jubiläum und so gaben etliche ehemalige Kirchweihprediger ein kleines Comeback auf der Predigerbühne - ein Höhepunkt der Schwarzier Kerm 2018.
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Beste Laune bei allen Akteuren und Teilnehmern des Jubiläums-Umzugs „Schwarzier Kerm 2018”. Die Kirchweihmädels und -Burschen, die ehemaligen Prediger und die beiden Schwarzier Ehrensenatoren Albert Fick und Gotthard Abel (hinten, Mitte von links) strahlen sichtlich mit der Sonne um die Wette. Alles in allem ein gelungener Kirchweihsonntag in Stadelschwarzach, bei dem erstmals die wiederentdeckte Schwarzier Burschenschaftsfahne von 1906 präsentiert wurde.

Kurioses, Unterhaltsames und auch ein bisschen Historisches. Der Stadelschwarzacher Kirchweihsonntag hatte in diesem Jahr einiges zu bieten, schließlich war es die Kirchweih im Jubiläumsjahr. „Stadelon“ feiert ja sein 1100-jähriges Jubiläum und so gaben etliche ehemalige Kirchweihprediger ein kleines Comeback auf der Predigerbühne - ein Höhepunkt der Schwarzier Kerm 2018.

Fesch herausgeputzt in Dirndl und Lederhose feierten die Stadelschwarzacher Kirchweihmädels und -burschen ihren Umzug am Sonntag, angeführt von der örtlichen Blaskapelle.

Für dieses Jahr, dem 1100. Geburtstag hatte man versucht, ehemalige Kirchweihprediger der vergangenen Jahrzehnte einzuladen mit dem Kirchweihzug durchs Dorf zu fahren. So waren neben den beiden aktuellen Predigern Matthias Reichert und Paul Ebert einige Protagonisten aus den vergangenen 30 Jahren mit auf den Kirchweihwagen gestiegen und fühlten sich dort sofort wieder wohl. Für zwei wichtige und verdiente Bürger aus dem Dorf gab es sogar einen extra Wagen mit Ehrenbank.

Die heute ältesten, ehemaligen Stadt- und Gemeinderäte Albert Fick und Gotthard Abel wurden so dem Kirchweihpublikum stolz präsentiert. Mit in den Stadelschwarzacher Gaudiwurm reihte sich auch noch die Ortsfeuerwehr ein, die heuer auch Geburtstag feiert, den 150. Eine Premiere gab es noch: Die vor kurzem in der Pfarrkirche wiederentdeckte Vereinsfahne des 1906 gegründeten Schwarzier Burschenvereins wurde heuer erstmals dem Publikum präsentiert.

Am Sportheim angekommen gab es dann erst mal wie gewohnt die dörflichen Missgeschicke aus dem vergangenen Jahr. So hatte ein Polizeianwärter aus Stadelschwarzach ziemliches Pech und dann ziemliches Glück. Bei der Motorradfahrt zu seinem Dienstantritt nach Würzburg verlor er seine komplette Uniform aus dem nicht richtig geschlossenen Rucksack. Verteilt lagen die Kleider auf der B22 und B8. Ein schnell alarmierte Freund fuhr die 40 Kilometer Strecke ab und konnte glücklicherweise alle Teile der Uniform wieder finden und einsammeln, so dass dem jungen Polizisten ein Stein vom Herzen fiel und der Dienst losgehen konnte als wäre nichts gewesen.

Gut auch wenn man einen Friseur in seinen Reihen hat und so wurden bei der letzten Sportvereins-Weihnachtsfeier einem Zweitmannschaftsspieler und ehemaligen Kirchweihprediger nachts bei Bier und guter Laune die Haare geschnitten, direkt vor Ort und neben der Theke. Vielleicht etabliert sich ja der Vereinsfriseur und es gibt offizielle Haarschneidetage im Sportheim. Weitere Missgeschicke handelten von dem Garagentor, das defekt war und deshalb vom Besitzer niemals geschlossenen wurde. Ein aufmerksamer Nachbar dachte, er tut ein gutes Werk und hatte in Abwesenheit des Garagentorbesitzers dieses schön geschlossen, blöd nur weil jetzt ging es nicht mehr auf.

Nach dem aktuellen Geschehen wurde dann amüsant zurück geblickt. Matthias Gerlach, Martin Fackelmann, Bernd Röll-Bieber, Stefan Reichert und Tobias Gerlach – allesamt „Prediger von damals“ – erzählten je eine lustige Anekdote aus der Kirchweihpredigt ihrer Zeit und regte so das Publikum zum Schmunzeln und Nachdenken an wer wohl damals in die Fettnäpfchen getreten ist.

Dominik Berthel, ebenfalls ein ehemaliger Prediger zitierte zudem amüsant aus einigen Zeitungsartikeln der letzten 30 Jahre. Im Artikel von 1989 war zum Beispiel die Rede von dem Stadelschwarzacher Herzblattspiel, bei dem es eine echte Frau zu gewinnen gab. Das Publikum war sichtlich angetan von dieser Reise zurück in die Vergangenheit und applaudierte den „Kirchweihhelden“ von damals.



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