Wiesentheid
Kirche

Jetzt kann die Kraft frei fließen

Drei Pfarreien, eine Gemeinschaft. In Wiesentheid feiern die Katholiken aus Wiesentheid, Stadelschwarzach und Kirchschönbach den rechtlichen Akt.
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Die neue große Pfarreiengemeinschaft Wiesentheid, Stadelschwarzach und Kirchschönbach konnte man am Sonntag in der St. Mauritiuskirche in Wiesentheid sehen und spüren. Viele Ministranten aus allen drei Pfarreien, Chorleiter, Musiker, Mesner, Lektoren, Organisten, Seniorenleiter, Pfadfinder, Wortgottesdienstleiter, Kirchenverwaltungsmitglieder und nicht zuletzt viele Gläubige aus allen drei Pfarreien waren anwesend.

Es hätte wohl nicht besser für die Geistlichkeit passen können, als mit dem Lied "Ein Haus voll Glorie schaute" in die vollbesetzte Pfarrkirche einziehen zu dürfen. Neben dem Hausherrn und nun "Chef" von zehn Gotteshäusern, Pfarrer Peter Göttke, war Domkapitular Christoph Warmuth besonderer Gast am Sonntag in Wiesentheid, der auch als Hauptzelebrant fungierte.

Göttke erinnerte daran, dass die Pfarreiengemeinschaft schon seit längerer Zeit besteht und gelebt wird. Erste Kooperationen gab es schon 2005. Seit Oktober 2011 ist er offiziell schon Pfarrer für die Pfarreien Stadelschwarzach und Kirchschönbach. "Heute findet nun auch der rechtliche Errichtungsakt statt", erklärte er.
"Damit auch auf dem Papier alles seine Richtigkeit hat." Den offiziellen Akt bezeichnete er als ein Zeichen für einen Aufbruch und für eine immer stärker zusammenwachsende Gemeinschaft.

Zu Beginn des Gottesdienstes übergab Domkapitular War-muth die offizielle Errichtungsurkunde der Diözese Würzburg mit Unterschrift von Bischof Friedhelm Hofmann an die drei Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Sabine Halbritter (Wiesentheid), Michaela Schafferhans (Stadelschwarzach) und Bernd Reitwiesner (Kirchschönbach).
Verschiedene Mitglieder der drei Pfarreien füllten gemeinsam einen Glasballon mit Wasser. "So wie sich das Wasser im Ballon vermischt, soll sich auch das Leben in der neuen Pfarreiengemeinschaft mischen und viel Kraft bringen", wünschte sich Göttke.

Viele gemeinsame Projekte


Die wachsende Gemeinschaft zeige sich schon jetzt in immer mehr gemeinsamen Projekten und Aktivitäten. Ein Beispiel: Der Chor "Venimus" unter der Leitung von Johanna Neuerer, in dem Mitglieder aus allen drei Pfarreien singen. Erstmals wurde in diesem Jahr auch zusammen Fronleichnam gefeiert mit einem Gottesdienst im Schulhof Prichsenstadt.

"Ich bin mir sicher, dass das gelingt", meinte Domkapitular Warmuth zum Abschluss des Festgottesdienstes.
Die Initiative für eine kirchliche Gemeinschaft von Wiesentheid, Stadelschwarzach und Kirchschönbach ging vor Jahren von der Diözese Würzburg aus, nicht zuletzt wegen des Problems des Priestermangels. Ein Vertrag über die Kooperation musste im Vorfeld ausgearbeitet werden. Hier waren neben Pfarrer Göttke besonders Diakon Karl Leierseder, Schwester Margit vom Marienhaus Kirchschönbach und die jeweiligen Pfarrgemeinderäte sehr aktiv. Neben der Aufteilung der Gottesdienste, wann welche Gemeinde vom Pfarrer besucht wird, ist darin unter anderem auch geregelt, was die Pfarreiengemeinschaft gemeinsam organisiert und durchführt und was auch weiterhin jede Pfarrei für sich alleine durchführen wird.



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