Kitzingen
Oberbürgermeisterwahl

Jens Pauluhn will OB in Kitzingen werden

Und wieder ist einer mehr im Rennen: Jens Pauluhn kandidiert für das Amt des Oberbürgermeisters in Kitzingen. Damit geht kämpft er mit dem amtierenden OB Siegfried Müller (UsW), Astrid Glos (SPD) und Klaus D. Christof (KIK) und Stefan Güntner (CSU) um den Chefposten in der Stadt.
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Jens Pauluhn will Kitzinger Oberbürgermeister werden. Foto: privat
Jens Pauluhn will Kitzinger Oberbürgermeister werden. Foto: privat
Der ÖDP-Kreisvorsitzende, Stadtrat und Kreisrat Jens Pauluhn strebt das Amt des Oberbürgermeisters in Kitzingen an. Das teilte die ödp gestern Nachmittag mit. Pauluhn könne sich dabei der Unterstützung des Kreisvorstandes sicher sein, so Martin Tröge, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes. Pauluhn hatte bereits 2002 und 2008 für das Amt des Kitzinger Oberbürgermeisters kandidiert.

Die offizielle Nominierung soll öffentlich in der 37. Kalenderwoche erfolgen und damit auch den nahtlosen Übergang von dem Landtagswahlkampf zur Kommunalwahl symbolisieren, so die ÖDP-Landtagsdirektkandidatin und Vorstandsmitglied Bianca Tröge. Darüber hinaus sollen die aktiven Bürger, die ohne Parteibuch auf der ÖDP-Stadtratsliste kandidieren mit eingebunden werden.

"Zielorientiert"

Jens Pauluhn stehe für eine weitsichtige und zielorientierte Kommunalpolitik des politisch machbaren und finanziell tragbaren, heißt es in der Mitteilung. Dazu müssten, gestützt auf eine starke ÖDP-Fraktion, parteiübergreifende Mehrheiten gefunden werden. Kitzingen benötigt jedoch keinen OB, so Bianca Tröge weiter, der es allen "recht machen will", da damit ein Scheitern vorprogrammiert sei. Auch gehe es nicht darum, stets über den Tellerrand hinauszugucken und "dabei kontinuierlich sowohl die Bodenhaftung zu verlieren als auch den Abgrund zu übersehen".

Führungserfahrung ist nötig

Die große Themenvielfalt, als auch der Kitzinger Stadtrat erforderten einen erfahrenen Kommunalpolitiker mit Führungserfahrung, so Bianca Tröge. Beides bringe der 49-jährige Jens Pauluhn mit. Seit seiner Schulzeit ist er in der Kommunalpolitik an verschiedenen Wohnorten aktiv. In seinem Berufsleben - Offizier, Bauleiter, Projektleiter und derzeit Bauamtsleiter - stand er stets in einer Führungsverantwortung weitreichende Entscheidungen zu treffen.

Bahnhof und Deustergelände

Durch fehlendes aktives Gestalten würden Verwaltung und Stadtrat nur blockiert, so die ÖDP. Das unattraktive Bahnhofsumfeld, das Deustergelände als teuerster Kitzinger Bauplatz oder die Bauruine Marktcafé seien neben der Personalsituation in der Stadtverwaltung nur die prominentesten Beispiele.

Die Stadt voranbringen

In drei Jahren Tätigkeit bei den Stadtbetrieben Kitzingen GmbH als Projektleiter für das aqua-sole und über drei Jahren als Stadtbaumeister wisse Pauluhn, wie eine Verwaltung "tickt". Zuhören und mit Fachkompetenz sein Team mitnehmen sowie sich nicht hinter der Bürokratie zu verstecken, seien seine Leitsätze um die Stadt voran zu bringen. red

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