DETTELBACH

Ja-Wort auf der Herz-Jesu-Höhe

Premiere auf der Dettelbacher Herz-Jesu-Höhe, bei strahlendem Sonnenschein: Eine Hochzeit mitten im zauberhaften Ambiente der Weinberge erlebten die beiden Dettelbacher Susanne Weichsel und Stefan Sauer, die sich vor einem großen Publikum das Ja-Wort geben.
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Premiere: Das Brautpaar Susanne Weichsel und Stefan Sauer auf der Herz-Jesu-Höhe. Foto: Foto: Renate Reichl

Premiere auf der Dettelbacher Herz-Jesu-Höhe, bei strahlendem Sonnenschein: Eine Hochzeit mitten im zauberhaften Ambiente der Weinberge erlebten die beiden Dettelbacher Susanne Weichsel und Stefan Sauer, die sich vor einem großen Publikum das Ja-Wort geben.

Vor der Kulisse der Altstadt bieten die Braut im feschen Dirndl und der Bräutigam in zünftiger Lederhose ein entzückendes Bild. Die musikalische Gestaltung der Trauung übernehmen die Dettelbacher Musikanten: Die Braut ist dort mit Leib und Seele Musikantin. Als Besonderheit pflanzen die beiden nach Ringtausch und Gratulationsrunde ein Sauerkirschbäumchen.

Runder Geburtstag

Warum eine Sauerkirsche? Ein solcher Baum fehle dort noch im Obstlehrpfad, sagen die Brautleute. Zum anderen ist die Braut eine geborene Weichsel – ein Wortspiel, das jetzt im Boden wurzelt. Das Ereignis ist übrigens die erste Hochzeit auf der Herz-Jesu-Höhe in der Weinbergshütte des örtlichen Wein-, Obst- und Gartenbauvereins. Zusätzlich feiert die Braut am Hochzeitstag einen runden Geburtstag.

Inzwischen ist es amtlich: Susanne Weichsel und Stefan Sauer haben ihre Liebe mit dem Bund fürs Leben besiegelt. Eltern, Freunde und Mitglieder des Stadtrates stehen Spalier, als die Brautleute vor Standesbeamtin Nina Neuerer die Ringe tauschen.

Die Verbindung zur Herz-Jesu-Höhe und zu den Weinbergen schlechthin liegt auf der Hand. Stefan Sauer, Weinbautechniker und Winzer, liebt die heimischen Rebhänge. Und auch Susanne Weichsel, gelernte Erzieherin, hat als einstige Dettelbacher Weinprinzessin einen Bezug zum Wein. Dass der Bräutigam nun eigens für seine Liebste einen Hochzeitswein kreierte, ist eine zusätzliche Überraschung. Das Brautpaar kennt sich praktisch von Kindesbeinen an, erzählt Brautmutter Gertrude Weichsel – und jetzt hat es geklappt.

In ihrer Ansprache stellt Standesbeamtin Neuerer die Liebe der beiden in den Mittelpunkt ihrer Ansprache. Gerade in unserer hektischen Zeit sei es umso schöner, wenn sich zwei Menschen für einen gemeinsamen Lebensweg entscheiden. „Ihr habt zueinander gefunden, weil ihr in dem anderen und in euerer Beziehung gefunden habt, was ihr sucht“, sagt sie wörtlich.

Richtig gefunkt

„Und so weit musstet ihr dazu gar nicht gehen“, spielt die Standesbeamtin auf die Kontakte der beiden seit Jahrzehnten an. Richtig gefunkt hatte es dann im vergangenen Jahr. „Denn wenn die Liebe ins Spiel kommt, ändert sich eben alles“.

Ob dieser bewegenden Worte hat nicht nur die Braut Tränen in den Augen. Nach der obligatorischen Unterschrift im Blitzlichtgewitter besiegelt schließlich ein Kuss das Eheversprechen, ehe die Sektkorken knallen.

Die kirchliche Trauung folgt am Samstag in der Dettelbacher Stadtpfarrkirche durch Pater Richard Hessdörfer.

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