KITZINGEN

Italienisches Flair beim White-Dinner auf der Alten Mainbrücke

Das erste White Dinner in Kitzingen war ein Erfolg: 150 Gäste ließen sich auf der Alten Mainbrücke verzaubern und genossen einen schönen Abend.
Artikel drucken Artikel einbetten
Genuss in Weiß: Gemeinsam mit Freunden genoss das Kitzinger Ehepaar Friedrich und Loretta Haag den lauen Sommerabend beim White Dinner auf der Alten Mainbrücke. Foto: Foto: Waltraud Ludwig

„Das war wunderbar. Toll, dass so etwas in Kitzingen angeboten wurde!“, freute sich Renate Röthlein am Ende des Abends. Die Dettelbacherin war eine von 150 Gästen, die am Samstag das erste White Dinner auf der Alten Mainbrücke genossen hat. Bei lauschigen Temperaturen ließen sie sich in stilvoller Atmosphäre ein Fünf-Gänge-Menü schmecken, das fünf Kitzinger Gastronomen zubereitet hatten und für einen Genuss der besonderen Art sorgte.

Die Kulisse war perfekt: Wo sonst Fußgänger und Radfahrer die Mainbrücke überqueren, standen festlich gedeckte Tische mit eleganten weißen Tischdecken und weiß überzogene Stühle. Das Brückengeländer war mit großen, weißen Luftballons geschmückt. Auf den Brückenpfeilern befanden sich weiße Pavillons, in denen Speisen zubereitet und Getränke ausgeschenkt wurden.

Auch die Gäste erschienen, dem Motto des Abends entsprechend, ganz in Weiß. In der Abendsonne bot sich so ein prächtiger Anblick. Dazu bescherte Petrus perfektes Wetter mit milden Temperaturen und einem lauen Lüftchen, so dass auf der Alten Mainbrücke italienisches Flair aufkam.

„Einige dachten, dass auf der Alten Mainbrücke eine Hochzeit gefeiert wird.“
Claudia Biebl Stadtmarketingverein

Bereits am Samstagmorgen hatten die Aufbauarbeiten begonnen. „Viele Passanten waren neugierig. Einige dachten, dass auf der Alten Mainbrücke eine Hochzeit gefeiert wird“, berichtet Claudia Biebl vom Stadtmarketingverein. Es war das erste Mal, dass dieser ein White Dinner auf der Alten Mainbrücke veranstaltete. Für die kulinarischen Genüsse sorgten die Kitzinger Gastronomiebetriebe Ristorante Triangolo, Restaurant Akropolis, Bistro am Turm, Restaurant km283 und Casa Konrad, die gemeinsam ein Fünf-Gänge-Menü zauberten.

49 Euro kostete ein Menü – hinzu kamen die Kosten für die Getränke. Dafür gab?s kleine Spießchen, verschiedene Pastas und eine Paella als Vorspeise. Als Hauptgericht wurden Rinderfilet, Tiefsee-Scampi, Paprika vom Grill und Süßkartoffeln serviert. Den Abschluss bildete ein „Brücken-Überraschungsdessert“ mit süßen Konditorei-Spezialitäten.

Die Winzergemeinschaft Franken (GWF) kredenzte dazu den passenden Wein, für den sogar ein extra Bocksbeutel-Etikett entworfen wurde. Für die musikalische Umrahmung sorgten Stefan Voll und Tochter Hannah sowie Katharina Keßler, die mit Geigen, Gitarren und Gesang von Tisch zu Tisch wanderten. In prächtigen Gewändern verschönte zudem das Tanzensemble „Samt & Seide“ den Abend mit Barocktänzen.

Bis in die späte Nacht hinein tafelten die Gäste bei Musik und Kerzenschein. Eine lange Lichterkette, mit der die Licht-, Kraft- und Wasserwerke (LKW) Kitzingen das Brückengeländer geschmückt hatten, sorgte zusätzlich für romantische Stimmung. Am Ende des Abends waren die Teilnehmer begeistert. So wie Claudia Oerter-Roß. „Die Atmosphäre war sehr schön und das Essen sehr lecker“, resümierte die Repperndorferin. Auch Friedrich und Loretta Haag, die zusammen mit Freunden das Dinner genossen, waren sehr angetan. „Gutes Essen, ein wunderbares Ambiente – das war ein wirklich schöner Abend“, lautete das Fazit des Kitzinger Ehepaares.

Angelika Racky aus Buchbrunn und Erika Brumm aus Rödelsee waren nicht weniger angetan. Die beiden Großmütter hatten das besondere Essen von ihren Kindern als Geburtstagsgeschenk und Dank für die Betreuung des gemeinsamen Enkelkindes geschenkt bekommen. Sie hatten sich sehr darüber gefreut und waren neugierig, was sie erwartete.

Am Ende des Abends waren sie sehr zufrieden: „Uns hat es sehr gut gefallen“, waren sie sich einig. Die angenehme Atmosphäre am Tisch fanden sie besonders schön. Nur eine kleine Anregung hatte Angelika Racky am Schluss: „Vielleicht könnte man das nächste Mal ein paar Kerzen mehr auf den Tisch stellen, damit man sieht, was man Leckeres gegessen hat.“

Auch Sigrid und Hans Wehr haben den Abend auf der Alten Mainbrücke genossen. Bei einem Ausflug nach Kitzingen entdeckte das Ehepaar aus dem mittelfränkischen Oberleimbach ein Plakat, auf dem das „White Dinner“ angekündigt wurde. „Das wär? doch was“, dachten sich die beiden. Also machten sie sich auf den Weg – und wurden nicht enttäuscht: „Das Ganze hatte italienisches Flair. Wir haben den Abend sehr genossen“, lautete ihr Fazit. Wenn möglich, möchten sie nächstes Jahr wieder kommen. Lediglich das Timing könne etwas verbessert werden, so Hans Wehr: Die letzten beiden Gänge seien „ein bisschen schnell“ hintereinander serviert worden.

Claudia Biebl vom Stadtmarketingverein zog eine positive Bilanz. „Wir hatten ein Super-Glück mit dem Wetter. Besser geht?s nicht“, freute sie sich. Die Stimmung auf der Alten Mainbrücke sei „toll“ gewesen. Von den Gästen habe sie ein positives Feedback mit dem Wunsch nach einer Wiederholung der Veranstaltung bekommen. Erfreut habe sie festgestellt, dass auch Gäste aus dem näheren Umkreis und von weiter her den Weg nach Kitzingen gefunden hatten. Genau das wolle der Stadtmarketingverein mit solchen Veranstaltungen bewirken. Alles in allem zeigte sie sich „sehr zufrieden“.

Wenn möglich, soll es auch im kommenden Jahr ein White Dinner geben, versprach Biebl. Sie wünscht sich, dass die Alte Mainbrücke künftig noch mehr als besonderer Veranstaltungsort genutzt wird. Der nächste Termin steht bereits fest: Am 15. August werden am verkaufsoffenen Feiertag Liegestühle und Sonnenschirme aufgestellt. Wer will, kann dann etwas zu Essen mitbringen und auf der Brücke picknicken.

Vielleicht kann man dort künftig auch – ähnlich wie in Würzburg – ein Glas Wein genießen. Diesbezüglich würden bereits „intensive Gespräche“ mit der GWF geführt, so Claudia Biebl. Es brauche noch einen Gastronomiebetrieb, der die Getränke anbietet. Eines steht für sie fest: „Je mehr Leben wir in die Stadt bringen, desto attraktiver wird sie für Einheimische und Besucher.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren