Kitzingen

Isolde Rudolf: Noch zwei Jahre bis 100

Auf fast 100 Jahre Leben blickt Isolde Rudolf aus Kitzingen. Am 16. Januar 1922 kam sie in Bilin in Böhmen zur Welt. Der Vater arbeitete im Landratsamt, die Mutter versorgte den Haushalt mit sieben Kindern, von denen noch zwei leben.
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Oberbürgermeister Siegfried Müller gratulierte Isolde Rudolf zum 98. Wiegenfest. Foto: Gerhard Bauer

Auf fast 100 Jahre Leben blickt Isolde Rudolf aus Kitzingen. Am 16. Januar 1922 kam sie in Bilin in Böhmen zur Welt. Der Vater arbeitete im Landratsamt, die Mutter versorgte den Haushalt mit sieben Kindern, von denen noch zwei leben.

Nach dem Besuch von Volks- und Mittelschule begann die Jubilarin eine Lehre in der Sparkasse. Mit dem Kriegsende 1945 wurden zunächst Geschäftsleute über das Erzgebirge nach Sachsen vertrieben, im Februar 1946 musste auch die Familie, wie viele andere, das Land mit dem Zug verlassen. Erste Station im Westen war zunächst Hassfurt.

Bereits 1942 hatte Isolde Rudolf ihren sechs Jahre älteren Ehemann Hermann Rudolf kennengelernt, 1944 war Hochzeit. Er verstarb bereits 1969. Die Geschichte, wie Isolde Rudolf ihren Ehemann kennenlernte, lässt sie heute noch schmunzeln. Sie hatte den Bus verpasst und stieß auf dem Weg zum Bahnhof beinahe mit Hermann Rudolf zusammen.

Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, die zusammen mit sechs Enkeln und sechs Urenkeln gratulierten. Die Familie kam schließlich nach Kitzingen, wo Isolde Rudolf in der Böhmerwaldstraße ein Ladengeschäft betrieb. Nach dessen Aufgabe arbeitete sie bis zum Ruhestand in einem Einkaufscenter.

Seit acht Jahren wohnt die Jubilarin im Seniorenheim Mainblick und genießt täglich genau diesen Blick über den Main. "Es sind ja nur noch zwei Jahre bis 100", freute sie sich über die Gratulation von Oberbürgermeister Siegfried Müller besonders.

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