Wiesentheid

Interessante Einblicke beim Tag der Jagd

Das jährliche Treffen der Jäger der Kreisgruppe Kitzingen fand diesmal in Wiesentheid statt.
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Auf zum Tag der Jagd: Die Jagdhornbläsergruppe Kitzingen begrüßte die Gäste in Wiesentheid musikalisch.

Das jährliche Treffen der Jäger der Kreisgruppe Kitzingen fand diesmal in Wiesentheid statt. Weil Wiesentheid heuer 1100 Jahre alt wird, bot die Kreisgruppe neben der Generalversammlung und Pflichttrophäenschau auch einen „Tag der Jagd“ an. Dabei bekam der Besucher Einblick in die Arbeit der Jäger im Landkreis, sowie über das Wesen der Jagd.

Das Wiesentheider Jubiläum passe gut, denn auch die Kreisgruppe Kitzingen werde dieses Jahr 110 Jahre alt, sagte der Vorsitzende Klaus Damme. Aktuell zählt seine Gruppe 410 Mitglieder, welche die insgesamt 150 Jagdreviere im Landkreis betreuen. 114 Reviere werden gemeinschaftlich bejagt, 30 sind eigene Reviere, außerdem zählen sechs staatliche hinzu. Mit 61 000 Hektar Jagdfläche gehöre der Landkreis auch was die Jagd betrifft, zu den eher kleinen in Bayern.

Zunächst bot der Nachmittag einiges an Programm. So stellte Hundeobmann Rainer Hornung Jagdhunderassen im kleinen Parcours vor der Steigerwaldhalle vor. Der Fachmann erläuterte dabei die Besonderheiten von Deutsch-Drahthaar, Weimaraner, Münsterländer, Dackel, über die englischen Hunderassen, bis hin zum Labrador, Retriever, oder Terrier. Dazu gaben die Jagdhornbläser der Gruppe aus Kitzingen unter der Leitung von Sebastian Fleischmann, sowie aus Gerolzhofen (Leitung Bernd Geisel) eine Kostprobe ihres Könnens.

In der Halle wurde Information für Jäger geboten, etwa über die Ausbildung für Jungjäger. Kinder durften sich am Stand mit Lichtgewehren versuchen. Präparate der wichtigsten regionalen Wildarten waren ausgestellt, Wildtierstimmen und Fährten galt es zu erkennen. Passend zum Anlass, gehörten Wildschweinbratwürste vom Grill zum kulinarischen Teil.

In der Halle waren zudem rund 800 Trophäen ausgestellt, die in den vergangenen Monaten in den Revieren geschossen wurden. Kreisvorsitzender Klaus Damme gab später die Abschusszahlen bekannt, die Vorgaben wurden seinen Worten zufolge im Landkreis zu 94 Prozent erfüllt. Geschossen wurden 2715 Stück Rehwild, 41 Mal wurde Damwild erlegt, dazu acht Mufflons. Dau kamen 1305 Hasen, 819 Füchse, 480 Wildschweine, 480 Wildenten, 149 Kaninchen, 29 Fasane und 25 Rebhühner.

Sorgen bereiten den Jägern vor allem die Nilgänse. Man müsse dem Anstieg der Population entgegen wirken, sagte Landrätin Tamara Bischof. Sie würdigte die Jäger und deren Arbeit, auch wenn das manche anders sehen würden. „Sie sind unverzichtbar für den Landkreis.“ Danach lieferte Roman Wüst einen Einblick in die Ausbildung der Jungjäger, einige der Neuen wurden später für ihre bestandene Prüfung geehrt.

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