Segnitz

In der Segnitzer Feuerwehr kehrt der Alltag ein

Hinter der Segnitzer Feuerwehr liegt ein ganz normales arbeitsreiches Jahr mit wenigen Einsätzen, vielen Übungen und vielen motivierten Mitgliedern. Das sah vor zwei Jahren noch anders aus, deshalb zeigten sich die Verantwortlichen bei der Hauptversammlung am Freitag auch sichtlich erleichtert.
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Ehrungen bei der Segnitzer Feuerwehr: (von links) Jochen Klein, Wilfried Schwarz und Michael Iglhaut sind seit Jahrzehnten in der Wehr aktiv und erhielten Ehrungen von Kommandant Matthias Bauer und vom stellvertretenden Landrat Robert Finster. Foto: Regina Sterk

Hinter der Segnitzer Feuerwehr liegt ein ganz normales arbeitsreiches Jahr mit wenigen Einsätzen, vielen Übungen und vielen motivierten Mitgliedern. Das sah vor zwei Jahren noch anders aus, deshalb zeigten sich die Verantwortlichen bei der Hauptversammlung am Freitag auch sichtlich erleichtert.

Die Wehr steht mit 33 Aktiven richtig gut da, elf davon konnten in den letzten 18 Monaten gewonnen werden. Kommandant Matthias Bauer berichtete von der sehr guten Übungsbeteiligung und der erfolgreich absolvierten Truppmannausbildung, sodass alle auf dem neuesten Wissenstand sind. Nicht ganz auf dem neuesten Stand sei dagegen die Ausrüstung. Das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) wird nächstes Jahr 40 Jahre alt, zudem sieht der Kommandant Defizite im Bereich Hochwasserschutz und Beleuchtung. Derzeit werde in Absprache mit der Gemeinde ein Bedarfsplan erstellt, dann müssen die Verantwortlichen abwägen, "was sinnvoll und möglich ist", so Bauer.

Neues Feuerwehrhaus?

Auch die Vorsitzende Karin Bischoff trommelte für ein paar Investitionen. So lagern die Aktiven ihre Einsatzkleidung derzeit noch zu Hause, das entspreche absolut nicht den Vorschriften: "Wir suchen gerade nach einer Immobilie in der Nähe des Gerätehauses für den Übergang. Auf lange Sicht kommen wir um ein neues Feuerwehrhaus aber nicht herum. Schon deshalb, weil jedes andere neue Fahrzeug nicht in das alte hineinpassen würde." Momentan geht es der Führung der Wehr aber erstmal darum, den Ist-Stand zu erhalten und mit guter Öffentlichkeitsarbeit weitere Mitglieder zu gewinnen. So ist etwa für das TSF im kommenden Jahr eine kleine Geburtstagsfeier geplant.

Auch Bürgermeisterin Marlene Bauer zeigte sich stolz, dass es gelungen sei, die Wehr zu erhalten. "Wenn ich euch da sitzen sehe, geht mir das Herz auf", sagte sie vor dem voll besetzten Saal. Sie bedankte sich für das Engagement und die gute Übungsbeteiligung der Aktiven.

"Verteilung muss besser werden"

Kreisbrandmeister Mario Manfrini lobte ebenfalls, die Entwicklung der Wehr. Er betonte, dass die geplanten Anschaffungen notwendig seien und die Zusammenarbeit mit der Gemeinde in diesem Bereich ein gutes Zeichen sei. Er bedauerte, dass die Kommandanten noch nicht an einem entsprechenden Lehrgang teilnehmen konnten, denn sie für das Ausüben ihres Amtes eigentlich bräuchten. Das liege an der Zuteilung der Lehrgänge durch die Regierung, der Bedarf könne momentan nicht gedeckt werden. Das bestätigte der stellvertretende Landrat Robert Finster: "Die Verteilung muss besser werden", sagte er und erklärte, der Landkreis setze sich dafür bereits ein.

Am Ende führte Finster die staatlichen Ehrungen für vier Feuerwehrleute durch. Das waren Jochen Klein und Christian Ziermann, die seit 25 Jahren aktiv sind. Außerdem wurden Michael Iglhaut und Wilfried Schwarz geehrt, die beide seit 40 Jahren im aktiven Dienst stehen. Alle vier bekamen Urkunden und entsprechende Abzeichen verliehen.

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