Prichsenstadt

In Laub entstehen im Frühling 18 neue Bauplätze

Das Baugebiet Ertläcker-Dorfäcker II im Prichsenstädter Ortsteil Laub, das bislang nur zur Hälfte erschlossen worden ist, soll jetzt ganz erschlossen werden. Entstehen sollen 18 neue Bauplätze.  "Und wenn alles nach Plan verläuft, können schon im Frühjahr die Bagger rollen", sagte Bürgermeister René Schlehr in der Ratssitzung am Donnerstagabend.
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Das Baugebiet Ertläcker-Dorfäcker II im Prichsenstädter Ortsteil Laub, das bislang nur zur Hälfte erschlossen worden ist, soll jetzt ganz erschlossen werden. Entstehen sollen 18 neue Bauplätze.  "Und wenn alles nach Plan verläuft, können schon im Frühjahr die Bagger rollen", sagte Bürgermeister René Schlehr in der Ratssitzung am Donnerstagabend.

Bauarbeiten werden im Oktober ausgeschrieben

Eigentlich hätte der Rat die Erschließungspläne des Planungsbüros Valentin Maier billigen und in die nächste Runde schicken wollen. Frank Schöfer aus dem Planungsbüro legte jedoch nicht die komplette, sondern nur eine teilweise Planung über die Wasser- und Abwasserkanäle vor. Diese nahmen die Räte zur Kenntnis und vertagten den Beschluss für die Ausschreibung der Bauarbeiten, bis die Planung komplett ist. Die erhofft sich der Rat für die kommende Sitzung am 10. Oktober.

Nach Ansicht der Stadträte stellte Schöfer eine gut durchdachte Kanalanlage vor, die so dimensioniert ist, dass keiner der 18 neuen Bauherren vor Hochwasser Angst haben muss. Und sie sei auch ausreichend für eine mögliche Erweiterung des Baugebietes, fügte Schöfer hinzu. Zudem sei in der benachbarten Straße, direkt an das Baugebiet angrenzend, eine Straße mit einem großen Kanal, der notfalls mit genutzt werden könne. Und von den Straßen ist immerhin so viel bekannt, dass sie als eine Ringstraße angelegt werden sollen. An dieser Planung werde aktuell gearbeitet, sagte Schöfer.

Im Punkt "Verschiedenes" äußerten mehrere Räte und auch der Bürgermeister ihre Unzufriedenheit darüber, dass sie sich nur mit der Wasser- und Abwasserplanung zum neuen Baugebiet befassen konnten. Die Räte hofften, dass mit der Erschließung des Baugebietes im kommenden Frühling begonnen werden kann.

Mehr Personal für das Haus für Kinder

Alle fünf Jahre muss eine Kommune überprüfen, ob sie Aufgaben durch nichtkommunale Stellen, Dritte oder durch Heranziehung Dritter mindestens ebenso gut erledigen könnte. Der Bürgermeister hatte sich gemeinsam mit der Geschäftsleiterin Heidi Isidorczyk und Kämmerer Marco Kölln den Kopf darüber zerbrochen: "Uns ist nichts eingefallen, was wir für diese Privatisierungsklausel auslagern könnten". Bei dieser Klausel gehe es beispielsweise um die Gründung einer GmbH für Verkehrsbetriebe oder Krankenhäuser. Da sich in Prichsenstadt weder das eine noch das andere befinde und auch aus Reihen der Räte keine Vorschläge kamen, beschloss der Rat einstimmig, dass derzeit keine Aufgaben zu definieren sind, die privatisiert werden könnten.

Im Haus für Kinder ergeben sich notwendig gewordene Mehrstunden für zusätzliches pädagogisches Personal. Konkret entsteht ein Plus von 0,21 Stellen, so dass sich die Zahl der Arbeitsplätze von 5,49 auf 5,70 erhöht, informierte das Stadtoberhaupt. Um Engpässe abzufedern schlug die Verwaltung ein Aufstocken auf sechs Arbeitsplätze vor. Die Haushaltsmittel würden auch bereitstehen, so der Bürgermeister. Ebenfalls einstimmig stimmte der Rat dem notwendig gewordenen Nachtragshaushalt zu.

Unter Verschiedenes verkündete Schlehr, dass das leidige Problem des Schallschutzes in der Grundschule endlich der Vergangenheit angehören würde. Wie berichtet, hatte ein Gutachter untersucht, warum die Schüler beim stillen Arbeiten durch das Singen von Kirchenliedern zwei Klassenräume weiter gestört werden würden. Es lag am verwendeten Ziegelstein als Baustoff. Über die Ferien hatte sich kurzfristig eine Firma gefunden, die die Wände verputzt und somit für ruhigere Klassenräume sorgten. "Mein Lob gilt auch den Putzfrauen und dem Hausmeister, die die Räume in Windeseile hergerichtet und hinterher den ganzen Dreck weggeputzt haben", schloss Schlehr die Sitzung.

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