GROßLANGHEIM

In Großlangheim: 255 Blutkonserven und die JRK-Mutti

Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter der Sanitätsbereitschaft Großlangheim. Bereitschaftsleiter Karsten Droll berichtete von knapp 8000 Stunden, die geleistet wurden.
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Geehrt und gewählt wurde beim Roten Kreuz in Großlangheim: (von links) Bereitschaftsleiter Karsten Droll, Otto Droll, Stellvertreter Eberhard Mahler und Jugendleiterin Jasmin Gehlen. Foto: Foto: Regina Sterk

Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter der Sanitätsbereitschaft Großlangheim. Bereitschaftsleiter Karsten Droll berichtete bei der Hauptversammlung am Freitag von knapp 8000 Stunden, die in den unterschiedlichsten Bereichen geleistet wurden.

Viele Einsätze

Dabei ging es neben den Einsätzen bei Wein- und anderen Festen um die Betreuung von Flüchtlingszügen oder die vier Blutspendetermine im Jahr. Diese betreut im Wesentlichen Marga Renz. Sie informierte darüber, dass im Schnitt 70 Spender zu den Terminen kommen. Etwas weniger als noch vor einigen Jahren aber ausreichend, um den Spenden-Standort Großlangheim zu erhalten. Insgesamt 286 Spender hätten zusammen 255 Konserven abgegeben, erklärte Karsten Droll.

Gute Kassenlage

Positiv war der Kassenbericht, den Droll vortrug. Die Bereitschaft konnte mit einem satten Plus abschließen. Das Geld ist schon teilweise verplant, es soll nämlich in neue Einsatzjacken investiert werden.

Gefragte Darsteller

Einen Überblick über die Arbeit des Jugendrotkreuzes (JRK) gaben Caroline Zimmermann und Jasmin Gehlen. Unter anderem hatte die Ortsgruppe im vergangenen Jahr den Kreiswettbewerb veranstaltet und auch noch in zwei Stufen gewonnen. Außerdem waren die Jugendlichen immer wieder als Mimen bei Übungen für Notärzte oder die örtliche Feuerwehr eingesetzt und stellten Verletzte realistisch dar.

Viele Jahre in der Jugendarbeit

Beim Personal hatte sich einiges getan: Claudia Mahler, die seit vielen Jahren die Jugendarbeit in der Ortsgruppe und auf Kreisebene geleitet hatte, übt dieses Amt nicht mehr aus. Stattdessen ist nun Jasmin Gehlen die Großlangheimer Jugendleiterin, im Kreisverband hat Caroline Zimmermann die Leitung. Dass die Mädels dennoch „ihre“ Claudia nicht missen möchten, zeigte sie mit einem Shirt mit der Aufschrift „JRK-Mutti“, das sie an Mahler überreichten.

Gute Zusammenarbeit

Bürgermeister Karl Höchner freute sich über die gute Zusammenarbeit zwischen der Bereitschaft und dem JRK, die nicht überall üblich sei. Und auch den „Dienst an der Gemeinde“, den die Bereitschaft im Rahmen örtlicher Veranstaltungen leistet. Besonders die Schulung nach dem Infektionsschutzgesetz, die Bereitschaftsarzt Konrad Mittenzwei für den gesamten Ort durchgeführt hatte, blieb bei Höchner in bester Erinnerung.

Zusammenhalt wichtig

Respekt vor der Leistung der Ortsgruppe zeigte der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Andreas Barber. „Ihr seid breit aufgestellt“, kommentierte er die vielen Betätigungsfelder der Großlangheimer. Zudem gehe man unsicheren Zeiten entgegen, in denen es umso wichtiger sei, dass die Rettungsdienste gut zusammenarbeiten. Das bestätigte auch die Vorsitzende der Feuerwehr, Roswita Hadwiger. Die beiden Vereine teilen sich ein Gebäude und sind so naturgemäß nah beieinander.

Ehrungen

Im Anschluss nahm Andreas Barber die Ehrungen im Namen des Kreisverbandes vor. Diese gingen an Hubert Vierrether für 40 Jahre Mitgliedschaft und an Otto Droll, der seit 55 Jahren dabei ist. Beide waren als Bereitschaftsvorsitzende Vorgänger von Karsten Droll. Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Droll als Vorsitzender wieder gewählt. Die anderen Mitglieder der Bereitschaftsleitung bestimmte er anschließend.

Wahlen

Denn beim Roten Kreuz wird nicht auf Ortsebene gewählt, sondern erst auf Kreisebene.

Drolls Stellvertreter wurde damit erneut Eberhard Mahler. Für die Organisation der Blutspenden ist weiterhin Marga Renz zuständig, Bereitschaftsarzt ist wieder Konrad Mittenzwei.

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