KITZINGEN

Immer mehr Berufspendler im Landkreis

Das Berufspendeln gewinnt immer mehr an Bedeutung. Insgesamt pendeln 4323 Beschäftigte aus Kitzingen zu Arbeitsorten außerhalb des Stadtgebietes. Interessante Zahle des IHK.
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Symbolbild Stau

Das Berufspendeln gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Pendleratlas Mainfranken 2015, eine Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK), untersucht die aktuelle Situation. Insgesamt pendeln 4323 Beschäftigte aus Kitzingen zu Arbeitsorten außerhalb des Stadtgebietes.

Auf der anderen Seite ist Kitzingen die Stadt mit einer großen Einpendlerzahl. Matthias Pusch, Referent der IHK, stellte bei der Sitzung des IHK-Gremialausschusses Kitzingen in der Firma Leoni den Pendleratlas in Bezug auf Kitzingen vor.

So ist Kitzingen in Mainfranken die Stadt mit der größten Einpendlerzahl aus der Stadt Würzburg. Die zweitmeisten kommen aus Dettelbach, gefolgt von Albertshofen, Iphofen und Schwarzach. Über 60 Prozent der rund 7800 Einpendler wohnen im Landkreis Kitzingen. Hinzu kommen fast 1000 Beschäftigte aus dem Landkreis Würzburg. Ein geringerer Teil entfällt auf die übrigen Landkreise des IHK-Kammerbezirks Würzburg-Schweinfurt.

Die Auspendlerzahl aus Kitzingen mit 4323 Beschäftigten stellt zwar einen Verlust an potenziellen Arbeitskräften dar, wird aber durch die deutlich höhere Einpendlerzahl wettgemacht. Die Stadt Kitzingen hat eine Auspendlerquote von 55 Prozent, der die Einpendlerquote von 69 Prozent gegenüber steht.

Finanzielle Anreize

Insgesamt, so der Referent, habe die Mobilität in der Arbeitswelt in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Mobile Arbeitnehmer gleichen durch das Pendeln regionale Ungleichgewichte zwischen dem Angebot an Arbeitsplätzen und der Nachfrage nach Arbeitskräften aus. Finanzielle Anreize erhöhen zudem die Motivation zum Pendeln. So setzt auch der Staat durch die Entfernungspauschale steuerliche Anreize. Aber auch Arbeitgeber unterstützen beispielsweise mit Jobtickets die räumliche Mobilität der Arbeitnehmer. Männer neigen zu stärkerer Pendelmobilität als Frauen, stellt die Studie fest. Hochqualifizierte und Beschäftigte in Vollzeit sind überdurchschnittlich mobil.

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