Kitzingen
Weihnachtsmarkt

Im nächsten Advent wird alles anders

Der Marktplatz als kulinarischer Treffpunkt, dazu ein Wochenende mit Buden in der Kaiserstraße: Das Konzept für "Kitzingen leuchtet" kommt beim Finanzausschuss gut an.
Artikel drucken Artikel einbetten
Am 24. Dezember fanden sich viele Kitzinger spontan zu einer Glühweinparty auf dem Marktplatz zusammen. Hier soll auch künftig der Treffpunkt sein. Foto: privat
Am 24. Dezember fanden sich viele Kitzinger spontan zu einer Glühweinparty auf dem Marktplatz zusammen. Hier soll auch künftig der Treffpunkt sein. Foto: privat
Früher standen die Buden auf dem Marktplatz, dann wanderte der Kitzinger Weihnachtsmarkt auf den Platz der Partnerstädte. Beide Varianten hatten nur mäßigen Erfolg. Nun plant der Stadtmarketingverein eine weitere Neuerung, wie Claudia Biebl als Vorstandsmitglied im Stadtmarketingverein in der Sitzung des Finanzausschusses am Donnerstag verriet.

Keine so gute Akzeptanz

Aus der Nachbesprechung des Weihnachtsmarktes sei deutlich geworden, dass der Platz der Partnerstädte nicht als Ersatzplatz für den Marktplatz akzeptiert werde. Zudem äußerten sich vor allem die Aussteller kritisch hinsichtlich der Öffnungszeiten.

Aus diesen Erkenntnissen entwickelte der Stadtmarketingverein ein neues Konzept, das zum Weihnachtsmarkt 2013 umgesetzt werden soll. "Der Marktplatz soll bis zum 24. Dezember zum Genussmarkt werden", kündigte Biebl an.
Dort sollen vorwiegend Speisen und Getränke angeboten werden. Vor allem die Geschäftsleute sollen ins Boot geholt werden.

Straße wird zur adventlichen Flaniermeile

Weihnachtliche Stimmung soll dann an einem Weihnachtsmarktwochenende entstehen, und zwar auf der Kaiser-Wilhelm-Straße zwischen dem Königsplatz und dem Gustav-Adolf-Platz. Dafür soll die Straße für den Verkehr gesperrt werden, auf den Parkplätzen werden die Häuschen und Buden hochwertiger Anbieter stehen, die Straße selbst bleibt für die Weihnachtsmarktbesucher frei. Die drei Weihnachtsmarkttage werden von einem ansprechenden Rahmenprogramm begleitet.

"Mir gefällt die neue Lösung", erklärte Oberbürgermeister Siegfried Müller (UsW) spontan. Am Markt habe es Probleme mit Geschäftsleuten schon beim Aufstellen der Buden gegeben, Kritik gab es am Platz der Partnerstädte.

"Ohne Planung und ohne Organisation war der Marktplatz am letzten Tag hervorragend besucht", erinnerte Müller an die spontane "Glühweinparty" am 24. Dezember. Dieses Angebot sollte daher schon im Advent vorhanden sein.

Ein Wochenende in der Kaiserstraße für auswärtige Anbieter - für den OB der richtige Weg. Fast andächtiges Nicken in der Ratsrunde verriet: Die Mitglieder des Finanzausschusses waren begeistert. Rosmarie Richter (UsW) fand denn auch überhaupt nichts an dem Antrag, ein mögliches Defizit mit 2000 Euro abzumildern. In den Jahren 2010 waren noch 5000 Euro und im Folgejahr 3000 Euro zugesichert worden. Im Jahr 2012 reichten 2000 Euro aus.

Nicht so eng wie bisher

Bratwürste und Glühwein bewertete Brigitte Endres-Paul (SPD) als Zugpferde für den Marktplatz, die Hütten wollte Adrea Schmidt (ÖDP) wegen der Erreichbarkeit für Rollstuhlfahrer ohnehin auf der Kaiserstraße zentriert wissen.

Das war auch eines der Hauptanliegen im Stadtmarketingverein, nämlich die bisherige Enge aufzulockern, auf dem Marktplatz wie in der Kaiserstraße.

Vorfreude auf ein winterliches Stadtfest

"Man hat aus Erfahrung gelernt", fand Andreas Moser (CSU) das Einbeziehen der Geschäfte positiv. Ebenso sei die Festlegung auf ein Weihnachtsmarktwochenende zu bewerten, denn ein Konzept für vier Wochen wäre wohl schwierig zu erstellen. "Ich freue mich auf ein winterliches Stadtfest", begeisterte sich Elvira Kahnt (SPD), zumal Biebl versicherte, auf dem Marktplatz Gastronomie und Geschäftsleute stärker zu beteiligen, vor allem beim weihnachtlichen Schmuck.

Unterstützung der Stadt

Mit seinem einstimmigen Beschluss beauftragte der Finanzausschuss den Stadtmarketingverein mit der Durchführung des Weihnachtsmarktes bis 2015 und stellt dafür wie bisher Plätze und Rathaushalle zur Verfügung. Bauhof und Stadtgärtnerei sorgen für Christbäume, Reinigung und Werbetafeln an den Ortseingängen sowie die Stromanschlüsse. Die Mitwirkung der Touristinfo wurde als wünschenswert bezeichnet.
Zugesichert wurde die
Übernahme eines Defizits bis
2000 Euro gegen Nachweis, alle anderen Kosten muss der Stadtmarketingverein decken.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren