Castell

Im Königreich geschehen wundersame Dinge

Während es im vergangenen Jahr den Kirchweihumzug und die Predigt in Castell verregnet hatte, blieb es heuer bei angenehm herbstlichen Temperaturen trocken. Angenehm für den allergrößten Teil waren auch die Motivwagen und die Kerwapredigt. Bei letzterer ist Lachen immer garantiert.
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Die beiden Prediger Matthias Fuchs und Joachim Paul ließen die Kerm und die Gastronomen hochleben. Foto: Gerhard Krämer
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Während es im vergangenen Jahr den Kirchweihumzug und die Predigt in Castell verregnet hatte, blieb es heuer bei angenehm herbstlichen Temperaturen trocken. Angenehm für den allergrößten Teil waren auch die Motivwagen und die Kerwapredigt. Bei letzterer ist Lachen immer garantiert.

Die Predigt gab es auch wieder in gedruckter Form, inklusive eines Mitteilungsblattes der Casteller Kirchweihburschen, das amüsante Kurzberichte mit Bildern enthielt. Auch amtliche Bekanntmachungen aus den Nachbarorten wie Abtswind ("Da gibt es auch heuer nichts Interessantes zu berichten") oder Rüdenhausen, wo neue Himmelsrichtungen gesucht werden, um weitere geplante Abfahrten von der Bundesstraße in den Ortskern ordnungsgemäß auszuschildern, waren enthalten.

Die beiden Prediger Joachim Paul und Matthias Fuchs trugen das humorvoll Gedichtete wieder vor dem Rathaus vom Unimog aus vor – und ermunterten die Casteller, im nächsten Jahr wieder mehr Blödsinn zu machen als in diesem, damit sie mehr zu predigen haben. Ansonsten würden sie nächstes Jahr singen, drohten sie.

Ein bisschen was gab es aber doch zu berichten. Da war zum Beispiel der Burschenball im vergangenen Jahr, bei dem sich ein Bursche mit einem Mädla auf dem Klo vergnügte, wobei die Kloschüssel den Haltbarkeitstest nicht bestand und von der Wand herunterfiel. 150 Euro für das kaputte Teil bedeutete dies für den Burschen, die hochroten Köpfe gab es gratis. Natürlich war dies auch eine Darstellung auf einem Motivwagen wert.

Handys vertragen keine Nässe

So auch ein Sprung vom Boot ins Wasser statt auf den Steg. Das wäre zwar nicht weiter schlimm gewesen, doch Handys vertragen halt mal keine extreme Nässe. Auch der Gang über ein "schmals Brettla" über dem Bach, das dem Gewicht eines Mannes nicht standhielt, weswegen es zu einem unfreiwilligen Bad kam, blieb nicht verborgen.

Die weiteren Geschichten drehten sich um einen Winzer, der sich vom unteren Dorf hinauf zur Kneipe als Anhalter mitnehmen lies, um einen Hühnerstall auf Rädern, um missglückte Arbeiten an einem Freizeitdomizil und Besuche in der Autowerkstatt. Auch der Fränkischen Weinkönigin Carolin Meyer war ein Wagen gewidmet, schließlich gibt es in Greuth/Castell ja nun ein Königreich.

Musikalisch begleiteten die Kerwaburschen und -madli ganz besondere Musikanten. "Castell spezial", meinte einer der Musiker, die aus Unter- und Mittelfranken, von Nenzenheim über Altmannshausen bis Langenfeld stammen.

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