IFFIGHEIM

Iffigheimer Feuerwehr stützt sich auf 24 Aktive

„Die Mannschaftsstärke ist noch gut“, meinte Kommandant Siegfried Sußner, gleichwohl weiß er, dass sich die Personalstärke der Freiwilligen Feuerwehr Iffigheim in den vergangenen fünf Jahren kräftig reduziert hat. 2014 werden es 24 Aktive sein, da mit Ehrenkommandant Norbert Dazian und Helmut Schleyer, der für 40 Jahre geehrt wurde, die beiden Senioren wegen Erreichen der Altersgrenze die aktive Wehr verlassen müssen.
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Ehrung: Rudolf Körner (links) ist seit 25 Jahren aktiv bei der Feuerwehr, Helmut Schleyer (rechts) sogar schon 40 Jahre. Dafür sagten Kommandant Siegfried Sußner (zweiter von links) und stellvertretender Landrat Wilhelm Sturm Danke. Foto: Foto: Gerhard Krämer

„Die Mannschaftsstärke ist noch gut“, meinte Kommandant Siegfried Sußner, gleichwohl weiß er, dass sich die Personalstärke der Freiwilligen Feuerwehr Iffigheim in den vergangenen fünf Jahren kräftig reduziert hat. 2014 werden es 24 Aktive sein, da mit Ehrenkommandant Norbert Dazian und Helmut Schleyer, der für 40 Jahre geehrt wurde, die beiden Senioren wegen Erreichen der Altersgrenze die aktive Wehr verlassen müssen.

Die Verstärkung der Feuerwehr sei in den vergangenen Jahren ausschließlich durch die Ausbildung des Nachwuchses gekommen. Derzeit würden zwei Jugendliche in der Wässerndorfer Jugendfeuerwehr ausgebildet. „Der eine oder andere aus unserem Ort könnte unsere Feuerwehr noch verstärken, doch fehlt es am Interesse und Idealismus für die gemeinsame Sache“, sagte Sußner.

Doch die Aktiven der Wehr machen ihren Namen dafür alle Ehre, was die Übungsbilanz beweist, die Sußner in der Jahresversammlung vortrug. Der Appell in der Jahresversammlung 2012 scheint Früchte zu tragen, denn die Übungen und die Gruppenübungen waren nach Sußners Worten gut besucht. „Absolut zufriedenstellend“, freute er sich.

Dass ständiges Üben notwendig ist, zeigte sich in der Einsatzstatistik, denn das abgelaufene Jahr verlief im Gegensatz zu früheren etwas aufregender: Die Wehr musste im August zu einem Flächenbrand bei Bullenheim und im Oktober zu einem Traktorbrand ausrücken, am 31. Mai und 1. Juni hatte es vier Hochwassereinsätze gegeben. „Die Zahl solcher Einsätze steigt“, informierte Kreisbrandrat Roland Eckert und mahnte zur verstärkten Ausbildung. Hochwasser an großen Flüssen könne vorhergesagt werden, das bei kleineren Bächen komme ohne Vorwarnung.

Für 2014 steht neben den regelmäßigen Ausbildungseinheiten auch die Leistungsprüfung Wasser auf dem Programm – voraussichtlich Ende April oder Anfang Mai.

Da der Kommandant mit seiner Truppe zufrieden ist, fand Bürgermeister Heinz Dorsch nur lobende Worte, auch wenn er über den Termin der Jahresversammlung kurz vor dem Jahreswechsel wie alle Jahre murrte. Die große Zahl der Aktiven und der Mitglieder der Kreisführung mit Kreisbrandrat Eckert, Kreisbrandinspektor Bernd Rüdiger und Kreisbrandmeister Dirk Albrecht geben dem Kommandanten aber Recht, am Termin festzuhalten.

Eckert, Sußner, Dorsch und stellvertretender Landrat Wilhelm Sturm, der den hohen Wert der Ortsteilwehren unterstrich, ehrten Helmut Schleyer für 40- und Rudolf Körner für 25-jährige aktive Dienstzeit. Schleyer, der das Ehrenzeichen in Gold bekam, wohnt seit 1971 in Iffigheim. Zwei Jahre später trat der 63-Jährige in die Wehr ein. Auch wenn er mit Gründung der Seniorengruppe im Jahr 2000 ins zweite Glied zurückgetreten sei, sei er immer zur Stelle, wenn Not am Mann sei oder die Sirene rufe, so Sußner. Auch im Feuerwehrverein gehört Schleyer zu den Männern der ersten Stunde. Seit der Gründung 1982 bekleidet er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden und ist „treibender Motor“ der Vereinsaktivität.

Rudolf Körner gehörte erst der Wässerndorfer Wehr an, bevor er zur Iffigheimer kam. In der Werksfeuerwehr Fehrer war er zudem rund zehn Jahre Atemschutzträger. Auch den Gruppenführerlehrgang hat er absolviert. Körner erhielt das Ehrenzeichen in Silber.

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