LANDKREIS KITZINGEN

IG Bau ist gegen Turbo-Putzen

Die rund 370 Gebäudereiniger und Fensterputzer im Landkreis Kitzingen sollen mehr verdienen. Das fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Mainfranken.
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Die rund 370 Gebäudereiniger und Fensterputzer im Landkreis Kitzingen sollen mehr verdienen. Das fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Mainfranken.

Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft will in der bevorstehenden Tarifrunde ein Lohnplus von 6,4 Prozent durchsetzen – für die Innenreinigung sogar 80 Cent mehr pro Stunde. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Damit würde der Tarifmindestlohn der Branche auf einen Stundenlohn von 10,35 Euro steigen. Profitieren würden neben den rund 200 regulär beschäftigten Gebäudereinigern auch rund 170 Minijobber, die in der Gebäudereinigung im Landkreis arbeiten.

Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Mainfranken, Michael Groha, will zudem Spielregeln gegen den wachsenden Leistungsdruck erreichen. „Im Moment beherrscht ein Prinzip die Branche: Immer mehr Fläche putzen – ohne mehr Zeit, ohne mehr Geld. Das ist ,Turbo-Putzen‘“, so Groha. Häufig würden Überstunden zum Nulltarif geleistet, um die Räume zu schaffen. Lohnerhöhungen seien so „durch umsonst geleistete Mehrarbeit verpufft“.

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