WIESENTHEID

Hüpfen, Schnippsen und „Yeah“ statt Amen

In der Kirche wird gesungen und gebetet, das wissen auch Kinder. Aber herumlaufen, hüpfen, schunkeln, springen und tanzen? Ja, das durfte man auch, es war sogar erwünscht beim Mitmach-Konzert für Kinder, das der Wiesentheider Mauritius-Kindergarten quasi als Weihnachtsgeschenk ausgegeben hat.
Artikel drucken Artikel einbetten
Beim Mitmach-Konzert für Kinder in der Wiesentheider Mauritiuskirche hatten de Kleinen sichtlich Spaß und machten eifrig mit zu den Beiträgen von Liedermacher Johannes Matthias Roth. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

In der Kirche wird gesungen und gebetet, das wissen auch Kinder. Aber herumlaufen, hüpfen, schunkeln, springen und tanzen? Ja, das durfte man auch, es war sogar erwünscht beim Mitmach-Konzert für Kinder, das der Wiesentheider Mauritius-Kindergarten quasi als Weihnachtsgeschenk ausgegeben hat.

Unter dem Motto „Mitten in dunkler Nacht“ wurde ein etwas anderes Konzert, passend zum Advent gefeiert. Liedermacher Johannes Matthias Roth, der gleichzeitig evangelischer Pfarrer ist, sang mit den rund 130 Kindern seine „Mit- und Mutmach-Songs.“

Längst nicht nur die Kindergarten-Kinder, sondern auch etliche, die bereits die Schule besuchten, bevölkerten mit Eltern und Familien die Kirchenbänke. Zu Beginn fragte Wiesentheids Pfarrer Peter Göttke mal in die Kinderschar, was denn heute sei.

Die Kinder wussten Bescheid, das Mitmach-Konzert war natürlich die prompte Antwort aus der Menge. Sie machten später auch richtig mit beim „etwas anderen Advents-Gottesdienst“, wie es Pfarrer Göttke ankündigte.

Einen Licht-Weg hatten die Kinder vor der Kirche zunächst gestellt. Drinnen begann es mit einem Gedicht, das zwei Kleine vor dem Altar aufsagten. „Wer hofft, der geht so leicht nicht unter“, lautete dabei eine Botschaft, die Liedermacher Roth zunächst weitergab. Er sprach die Kinder direkt an, mit Worten und mit seinen Liedern, die er gemeinsam mit seiner Tochter Christina vortrug. Viele kleine Füße gehen viele kleine Schritte, viele kleinen Hände packen an, lautete etwa eine Textpassage.

Roth erzählte die Geschichte von der Arche, holte drei kleine Zuhörer mit nach vorne, die, mit der Kapitänsmütze ausgestattet, mitspielen durften. Immer wieder bezog er die Mädchen und Buben mit ein. „Und jetzt klatschen wir wie die Wilden! Wir können auch Amen rufen, aber heute machen wir Yeah.“ Das kam natürlich bei den Kleinen an. Ein „Danke-Lied, für Euch, für die Sterne, für die Sonne, für die Träume“, folgte dem Yeah.

Bewegung war gefragt, mit den Fingern schnippsen, aufstehen, den Nachbarn an die Hände nehmen, das mochten die Kinder. Verständliche Botschaften, dazu viel Bewegung und Gesang. „Einfach genial, dass Gott dich liebt, dass es dich gibt“, Lieder, die die Kinderherzen berührten. Die eigens weiter hinten in der Kirche platzierten Eltern machten auch mit. Ein gemeinsames „Den Schlitten zieht mein Pferd“ (Jingle Bells) bildete den abendlichen Abschluss. Schließlich trugen einige Kinder Kerzen aus der Kirche, um so symbolisch das Licht in die Welt zu bringen. Den ungewöhnlichen Gottesdienst hatte sich der Kindergarten um Leiterin Maria Stadtelmeyer-Limbacher aus den Spenden eines Benefiz-Konzerts geleistet, was bei den kleinen Besuchern bestens ankam.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.