Kitzingen

Hort als Beitrag zu mehr Chancengleichheit

Der Umbau und die Erweiterung der Grund- und Mittelschule Siedlung ist auf der Zielgeraden. Jetzt ist der Schlüssel für den neuen Hort an der Schule übergeben worden.
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Umbau- und Erweiterung der Grund- und Mittelschule Siedlung: Die Großbaustelle ist fast fertig. Der Schlüssel für den Hort ist am Freitag übergeben worden. Im Bild ein Blick auf die neue Mensa und der Hort auf dem Schulgelände in der Siedlung.
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Der Umbau und die Erweiterung der Grund- und Mittelschule Siedlung ist mit rund 10,6 Millionen Euro die größte derzeit laufende Baumaßnahme der Stadt Kitzingen. Das Bauprojekt im größten Kitzinger Stadtteil ist auf der Zielgeraden. Vor der für Dezember geplanten Einweihung ist am Freitag schon mal der Schlüssel für den neuen Hort und die Mensa übergeben worden.

Umzug abgeschlossen

Der Hort ist in den vergangenen Tagen aus dem bisherigen Gebäude in den Marshall Heights in den Neubau an der Sickershäuser Straße umgezogen. Rund 50 Schulkinder betreut das sechsköpfige Team um Leiterin Michaela Schilling. Hinter der Team steht der Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt, der die Trägerschaft für die auf 75 Plätze ausgelegte Betreuungseinrichtung übernommen hat.

Mehr Chancengleichheit

AWO-Bezirksgeschäftsführer Martin Ulses bedankte sich bei der Schlüsselübergabe für das Vertrauen des Stadtrats und bezeichnete den Hort bei der Schlüsselübergabe als „einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu mehr Chancengleichheit“. Er verwies auf die Öffnungszeiten (bis 18 Uhr), die manchen Eltern die Chance auf eine berufliche Tätigkeit eröffnen können. Ulses bedankte sich bei dem Hortteam, das komplett zur AWO gewechselt ist und versprach: „Hier sind Ihre Kinder in besten Händen.“

Sechs Jahre Vorplanung

„Und in optimalen Räumlichkeiten“, ergänzte Oberbürgermeister Siegfried Müller. Der ging auf den zeitlichen Ablauf des Projekts ein, das sich nach dem Grundsatzbeschluss des Stadtrats im Februar 2012 über sechs Jahre hinzieht. Drei Jahre hat es gedauert, bis der Stadtrat im Dezember 2015 endgültig grünes Licht für den Umbau und die Erweiterung der Schule gab. Dazu kamen der Neubau von Hort, Küche und Mensa sowie der Sporthalle. Bei der Gelegenheit hat der Stadtrat die Kostenobergrenze auf 10,6 Millionen Euro festgelegt.

Vom Spatenstich zum Richtfest

15 Monate später fand am 14. März 2017 der erste Spatenstich statt. Gleichzeitig begannen die Rohbauarbeiten, die im Dezember 2017 abgeschlossen waren. Am 8. Dezember wurde Richtfest gefeiert, das Ausbau begann. Rechtzeitig zum Schulbeginn war im September die Mittelschule fertig, einen Monat später auch die Räume der Grundschule.

Dass es mit Mensa und Hort nicht terminerecht lief, lag am Jahrhundertsommer. Wie Müller sagte, verhinderten die hohen Außentemperaturen, dass der Sicht-Estrich wie geplant im August verbaut werden konnte. Deshalb gingen der Hort und die Mittagsbetreuung erst Anfang November in Betrieb.

Sporthalle und Roter Platz

Was laut OB noch fehlt, sind Teile der Außenanlage und die Sporthalle. Die ist wie geplant in den Sommerferien abgerissen worden und wächst derzeit in der Höhe. Die geplante Fertigstellung ist für das Frühjahr 2019 vorgesehen. Dann kommt laut Müller als Abschluss „der rote Platz“ also das Sportgelände.

Müller nutzte die Schlüsselübergabe, um sich bei seinen Mitarbeitern von Bauamt und Bauhof, den Planern und Handwerkern und vor allem auch bei den Lehrern der Schulen für ihre Geduld zu bedanken. Und er versprach: „Die Zeiten, als die Schüler mit Kopfhörern gegen den Lärm in den Klassenzimmern saßen, sind vorbei.“

Umbau- und Erweiterung der Siedlungsschule

Neubau Mensa/Hort: Essensplätze für 150 Kinder, dazu vier Gruppenräume mit Nebenräumen, ein Mehrzweck-, ein Wertraum und Räume für die Hortleitung, insgesamt 1763 Quadratmeter.

Erweiterung: Grundschule, drei Klassenzimmer mit drei Gruppenräumen 463 Quadratmeter; Mittelschule, Aufenthaltsraum, Mehrzweck- und Differenzierungsraum auf 262 Quadratmeter.

Eckdaten: 18 Monate Bauzeit, 1600 Quadratmeter Nutzfläche, rund 9000 Kubikmeter umbauter Raum, 30 beteiligte Firmen. Rund 3000 Tonnen Stahlbeton wurden verbaut.

Kosten: Insgesamt 10,6 Millionen Euro, davon 8,1 Millionen für die Schule. Die Sporthalle kommt mit rund 2,5 Millionen Euro dazu, Zuschüsse: 3,8 Millionen Euro für Grund- und Mittelschule. Sporthalle: voraussichtlich 875 000 Euro.



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