Abtswind

Holzgefüllte Metallkörbe als Geschwindigkeitsbremsen

Eine Unterschriftenliste von Anliegern im Stämmbauersweg in Abtswind, weil dort in der 30er-Zone zu schnell gefahren würde, war laut Bürgermeister Jürgen Schulz der Auslöser, dass man sich darüber im Gemeinderat seine Gedanken machte. Jetzt stehen probeweise für vier Wochen Metallgitterkörbe mit Holz gefüllt in der Straße als Hindernisse, die zu einer langsameren Fahrweise in der breiten Straße animieren sollen.
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Mit Holz gefüllt Gitterboxen sollen im Stämmbauersweg in Abtswind Autofahrer zum langsamen Fahren anhalten. Foto: Gerhard Krämer
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Eine Unterschriftenliste von Anliegern im Stämmbauersweg in Abtswind, weil dort in der 30er-Zone zu schnell gefahren würde, war laut Bürgermeister Jürgen Schulz der Auslöser, dass man sich darüber im Gemeinderat seine Gedanken machte. Jetzt stehen probeweise für vier Wochen Metallgitterkörbe mit Holz gefüllt in der Straße als Hindernisse, die zu einer langsameren Fahrweise in der breiten Straße animieren sollen.

Seit Jahren gibt es laut Drittem Bürgermeister Rudi Weikert Klagen, dass im Ort zu schnell und teils rücksichtslos gefahren wird. Um wirklich umfassende und nachprüfbare Ergebnisse zu haben, seien über Monate verdeckte Messungen mit dem mobilen Geschwindigkeits-Messgerät gemacht worden. Für den Stämmbauersweg kamen dabei laut Schulz Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern heraus.

Jetzt will man es einmal mit solchen Hindernissen probieren. Sicher nicht die schönste, aber eine wirkungsvolle Variante als Probe für vier Wochen, meint Weikert. Die Meinungen zu den Gitterkörben seien unterschiedlich, sagte Schulz gegenüber dieser Redaktion. Manche beschwerten sich, weil durch Bremsen und Anfahren der Verkehrslärm zunehme, manche sähen Probleme beim Parken und wieder andere würden es aber als richtig empfinden. Die hindernislose Alternative wären Geschwindigkeitskontrollen. Bei 70 Stundenkilometern wäre der Führerschein dann aber weg, betont der Bürgermeister.

Die Kritik, dass eine solche Maßnahme besser in der teilweise engen Hauptstraße angebracht wäre, ist laut Weikert nicht neu. Nur habe hier die Gemeinde nicht die Handlungshoheit, sondern der Landkreis. Dort ist laut Schulz Tempo 50 erlaubt, die Messungen hätten aber ergeben, dass, wohl bedingt durch das Kopfsteinpflaster, durchschnittlich mit Tempo 40 gefahren werde.

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