SEINSHEIM

Holz wird wieder verstrichen

Rund 5500 Euro Überschuss beinhaltet der Forstbetriebsplan 2018 für den Gemeindewald des Marktes Seinsheim. Diesen genehmigte der Gemeinderat einstimmig.
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Rund 5500 Euro Überschuss beinhaltet der Forstbetriebsplan 2018 für den Gemeindewald des Marktes Seinsheim. Diesen genehmigte der Gemeinderat einstimmig.

Achim Volkamer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen betreut den Gemeindewald und stellte wie die Jahre zuvor den Räten am Montagabend den Forstbetriebsplan vor.

Auf der so genannten Ebene sollen 70 Festmeter Eichen entnommen und 15 000 neue Bäume (Kosten: 22 200 Euro) gepflanzt werden. Für die Wiederaufforstung gibt es Zuschüsse in Höhe von rund 21 250 Euro.

Bei der Frage,ob die Eichenkronen verstrichen werden sollen, entspann sich eine kontroverse Diskussion. Während Bürgermeister Heinz Dorsch wenig Sinn im Verstrich, sprich dem Verkauf, sah, weil seines Wissens nach unter den Seinsheimern wenig Interesse derzeit an Holz bestehe, sprach sich die überwiegende Mehrheit dafür aus.

An kleineren Maßnahmen ist zum Beispiel noch die Anlage einer Streuobstwiese mit Walnussbäumen auf Iffigheimer Gemarkung. Über die Vertragsnaturschutzprogramme Mittelwald sowie Biotopbäume und Totholz werden Fördergelder von rund 15 000 Euro erwartet. Insgesamt betragen die Ausgaben 32 600 Euro, die Einnahmen 38 100 Euro.

Sein Einvernehmen erteilte der Gemeinderat dem Antrag zum Bau eines Einfamilienhauses in Seinsheim Am Torhaus. Die Familie muss auf eigene Kosten für eine Zufahrt sorgen, was laut Bürgermeister Heinz Dorsch geregelt worden sei. Für die Kläranlage ist ein neues Gebläse notwendig. 4667 Euro soll dies kosten.

Die Sanierung des Backhäusle in Wässerndorf hat 22 707 Euro gekostet, 13 170 Euro habe es Zuschuss vom Amt für Ländliche Entwicklung gegeben, informierte Bürgermeister Dorsch, der von „gut angelegtem Geld“ sprach, da eifrig darin gebacken werde.

Zum Stand der Diskussion um die künftige Unterstützung des Kitzinger Tierheims informierte der Bürgermeister, dass man statt 20 Cent pro Einwohner pro Jahr durchaus bereit sei, einen Euro zu geben. Allerdings, das sei bei der Gemeindetags-Sitzung der Bürgermeister beschlossen worden, wolle man zuerst Zahlen auf dem Tisch haben. Zur Aufnahme von Fundtieren gab Dorsch bekannt, dass 2016 ein Hund aus dem Gemeindegebiet im Tierheim abgegeben worden sei. Wie sich in der Sitzung herausstellte, handelte es sich dabei sogar um den Hund eines Gemeinderatsmitglieds.

Für das aus dem Gemeinderat ausgeschiedene Mitglied Wolfgang Heilmann bestimmte der Gemeinderat Ruth Albrecht als neues Mitglied der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft und Ferdinand Scheller als neues Mitglied im Ausschuss Wald Tiefenstockheim.

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