Der Antrag von Stadtratsmitglied Martin Ebert, das Polterholz und das Weichholz aus dem Stadtwald zukünftig nicht mehr zu versteigern, sondern zu Festpreisen zu verkaufen, sorgte für eine etwas längere Diskussion in der Sitzung des Stadtrats. Letztlich entschieden die Räte mit 12:4 Stimmen, dem Antrag zuzustimmen. Demnach soll ab dem nächsten Jahr das Hartholz zu einem Preis von 60 Euro pro Festmeter und das Weichholz für 43 Euro pro Festmeter verkauft und nicht mehr versteigert werden.

Der Preis liegt etwa zehn Prozent über den Preisen der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Iphofen und entspricht in etwa den Erlösen aus den vorigen Versteigerungen. Pro Bestellung ist die Menge des Holzes auf 15 Festmeter beschränkt. Sollte anschließend noch Holz übrig sein, kann diese Menge nachträglich erhöht werden.

Außerdem ging es in der Ratssitzung um diese Themen:

• Der Bauzeitenplan für die Kanalsanierung verschiebt sich aufgrund der Forderung des Wasserwirtschaftsamtes. Nun müssen bis 31. Dezember 2018 die Kanäle in der gesamten Altstadt saniert sein. Da die entsprechenden Daten und Zahlen den Räten erst kurz vor der Sitzung zugegangen waren, wurde dieser Punkt auf die nächste Sitzung (Donnerstag, 14. November) verschoben.

• In der Verwaltung waren immer wieder Anfragen auf Kauf oder Pacht von Wirtschaftswegen eingegangen. Bei diesen Wegen handelt es sich nicht um landwirtschaftliche Nutzflächen. Saugel hatte vorgeschlagen, dass die Verwaltung zukünftig sämtliche Pachtanfragen grundsätzlich ablehnen soll. Diese Ansicht der Verwaltung setzte sich allerdings nicht durch. Helmut Hümmer trat mit seiner Ansicht, die Anfragen nicht zu verallgemeinern, sondern im Einzelfall zu entscheiden, eine kontroverse Debatte aus. Harald Rückert will die Wirtschaftswege nicht verkaufen, aber dafür verpachten, und Albert Grebner wollte weder Verpachtung noch Verkauf. Für einen Nicht-Verkauf lautete das Ergebnis 13:3, für die generelle Ablehnung 4:11 und für die Einzelfallentscheidung 16:0.

• Das „Solarkraftwerk Wiesentheid“ war nur ein kurzes Thema bei der Sitzung. Der Rat nahm vom Entwurf zur Aufstellung eines Bebauungsplanes im Nachbarort Kenntnis, Belange der Stadt werden nicht berührt.