Kitzingen

Hofmann will Region zukunftsfest machen

Kristina Hofmann ist die neue Wirtschaftsförderin des Landkreises. Die 35-Jährige hat zuletzt im Norden im Landkreis Schleswig-Flensburg gearbeitet. Was hat sie nach Franken verschlagen?
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Kristina Hofmann ist seit 1. August die neue Wirtschaftsförderin des Landkreises Kitzingen.

Kristina Hofmann ist seit 1. August die neue Wirtschaftsförderin des Landkreises Kitzingen. Die 35-Jährige hat zuletzt im Norden im Landkreis Schleswig-Flensburg gearbeitet und kommt ursprünglich aus der Nähe von Bayreuth.

Was hat Sie an der Aufgabe gereizt?

Kristina Hofmann: Die Vielfältigkeit, die keinen Tag gleich werden lässt. Die Möglichkeit, regionale Entwicklungsprozesse mitzugestalten und damit einen Beitrag zur Zukunftsfestigkeit der Region leisten zu können. Und nicht zuletzt dies alles in meiner fränkischen Heimat umsetzen zu können.

Was genau ist Ihr Aufgabengebiet?

Hofmann: Es besteht insbesondere darin, die heimische Wirtschaft aktiv zu unterstützen und den Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln. Dabei lässt sich die Aufgabe nicht verkürzen auf einzelne Schlagworte wie Neuansiedlung oder Bestandspflege – sondern ist als ganzheitliche Aufgabe zu sehen. Ich sehe mich dabei als Informationsvermittler, als aktive Plattform, Netzwerker und Impulsgeber für Unternehmen, Ideen, und Ressourcen – als Spinne im Netz – sowie als ganzheitlicher Standortentwickler.

Was haben Sie bisher gemacht?

Hofmann: Zuletzt leitete ich die Regionalentwicklung im Kreis Schleswig-Flensburg im Norden Schleswig-Holsteins. Mein Tätigkeitsschwerpunkt lag im Bereich der ländlichen Entwicklung – das reichte von Daseinsvorsorge und Mobilität im ländlichen Raum über Tourismusförderung bis hin zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Was werden Sie an Schleswig vermissen?

Hofmann: Die Nähe zu Nord- und Ostsee, Freunde und das lieb gewonnene norddeutsche Moin zu jeglicher Tageszeit.

Welche Schwerpunkte beschäftigen Sie in nächster Zeit?

Hofmann: Insbesondere der Auf- und Ausbau eines Unternehmensnetzwerks, die Entwicklung der Kreiswirtschaftsförderung zu allgemeinen Ansprechpartnern für die Wirtschaft und eine Verbesserung der Sichtbarkeit der Region als Wirtschaftsstandort nach innen und außen.

Wie sehen Sie den Landkreis aufgestellt?

Hofmann: Gut. Der Landkreis gilt insgesamt als Region mit ausgeglichenem Chancen-Risiko-Mix.

Was zeichnet das Kitzinger Land aus?

Hofmann: Das Kitzinger Land ist eine Region, in der es sich nicht nur gut arbeiten, sondern vor allem auch gut leben lässt. Vom Main bis zum Steigerwald gibt es attraktive Landschaften, historische Ortskerne, Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten, die zum Entdecken unserer Wander- und Genussregion einladen. Als Wirtschaftsstandort zeichnet das Kitzinger Land eine erstklassige Anbindung an die wichtigen Verkehrsnetze aus. Die Region lebt von und mit ihrer hervorragenden Infrastruktur, ihrer Lage und dem Engagement der hiesigen Unternehmer, was den Landkreis zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt mitten im Wirtschaftsstandort Deutschland werden lässt.

Wo gibt es noch Nachholbedarf?

Hofmann: Ich möchte es so ausdrücken: übergeordnete gesamtgesellschaftliche Entwicklungen, Trends und Herausforderungen sind im ständigen Fluss. Dies erfordert, dass sich auch die Region Kitzingen ständig weiterentwickeln muss. Nennen möchte ich die Digitalisierung in der Arbeitswelt und Industrie, der Wettbewerb um Fachkräfte vor dem Hintergrund des demographischen Wandels oder steigende Rohstoff- und Energiepreise, die Effizienzsteigerungen verlangen.

Die Eingewöhnung im Landkreis war . . .

Hofmann: . . . und ist von vielen schönen Momenten geprägt. Ich habe die Unterfranken als sehr offene und gesellige Menschen erlebt. Das und meine fränkischen Wurzeln haben mir das Eingewöhnen sehr einfach macht.

Wie schwer war die Wohnungssuche? Und wohin hat es Sie verschlagen?

Hofmann: Die Wohnungssuche war überraschend schnell abgeschlossen. Durch Zufall und viel Glück – oder auch Schicksal – hat sich bereits aus der Ferne der Kontakt zu meinen jetzigen Vermietern ergeben. Ich wohne nun seit Ende Juli in Volkach und fühle mich sehr wohl in meiner Wohnung und der Region.



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