Die Ehrung langjähriger aktiver und passiver Sangesbrüder stand im Mittelpunkt der Weihnachtsfeier des Gesangvereins Marktsteft am Freitagabend im Bürgerkeller. Allen voran Heinz Roß, der seit 60 Jahren aktiv im Chor als zweiter Tenor singt.

Die großen Ehrungen als Sänger im Verein hat Roß längst alle bekommen, beispielsweise ist er Ehrenvorsitzender und Ehrenmitglied in seinem Verein, auch den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten für jahrzehntelangen Einsatz hat er schon an der Wand hängen. Nun erhielt er die Ehrenurkunde mit Goldener Nadel vom Fränkischen Sängerbund und die Ehrung vom Deutschen Chorverband für 60 Jahre aktives Singen im Chor, aus den Händen der beiden Vorsitzenden Walter Dienesch und Helmut Lober.

Heinz Roß dankte den Sangesbrüdern für die Ehre und den großen Applaus mit einer kleinen Ansprache und ein paar Erinnerungen an seine Anfangszeit im Chor vor 60 Jahren: „Als ich siebzehn Jahre alt war, sagte mein Vater zu mir, du gehst jetzt zum Gesangverein, damit du samstagabends von der Straße weg bist“, sagte Roß. Er sang dem versammelten Chor unter der damaligen Leitung von Walter Hochberger „sah ein Knab ein Röslein steh'n“ vor. Der Chorleiter entschied, dass Heinz Roß zweiten Tenor singt – und dabei blieb es auch bis zum heutigen Tag. Bald übernahm er auch Führungsverantwortung: Zunächst war er fünf Jahre lang stellvertretender, dann 38 Jahre Vorsitzender bis 2010. Unter seiner Federführung entstanden die Liederabende und die Liedernachmittage, die jährlichen Vereinsausflüge und die Weihnachtsfeier. „Ich habe es immer gerne gemacht und war mit Leib und Seele Vorstand“, resümierte er.

Für 40 Jahre aktives Singen wurde sodann Gerhard Wende mit der Ehrenurkunde des Fränkischen Sängerbundes ausgezeichnet. „Du lieber Gerhard bist uns ein treuer Sänger im 2. Bass und hilfst auch mal als 2. Tenor aus“, sagte Walter Dienesch. Wende war zunächst Beisitzer und seit 30 Jahren Schriftführer. Geehrt wurden folgende passive Mitgliedern: 50 Jahre: Rainer Seitz und Rolf Pfeuffer; 40 Jahre: Konrad Bauereiß, Herbert Friedlein und Heinrich Siebert