Kitzingen

Heimatliche Exkursion nach Rödelsee

Bei ihrer jährlichen Informationsfahrt im Landkreis Kitzingen besuchte die Frauengruppe des vlf Kitzingen die 2015 gegründete Staudengärtnerei von Till Hofmann und Fine Molz an der alten Iphöfer Straße in Rödelsee. Das Betriebsleiterehepaar bewirtschaftet mit zwei weiteren Angestellten die Anlage aus einem Gewächshaus und Freiflächen. Der Betrieb deckt Angebote für alle Gartenbereiche ab, vom naturnahen Garten bis zu schönen Rabatten, neben satten Großstauden und Päonien gibt es auch zierliche Bodendecker. Insgesamt produziert die Gärtnerei um die 2000 verschiedenen Arten. Eine Pflanzplanung vom Profi und ein Verkauf im Internet und Versand sind ebenso Leistungen.
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Freiflächen der Staudengärtnerei Hofmann/Molz in Rödelsee. Foto: Sonja Eichinger
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Bei ihrer jährlichen Informationsfahrt im Landkreis Kitzingen besuchte die Frauengruppe des vlf Kitzingen die 2015 gegründete Staudengärtnerei von Till Hofmann und Fine Molz an der alten Iphöfer Straße in Rödelsee. Das Betriebsleiterehepaar bewirtschaftet mit zwei weiteren Angestellten die Anlage aus einem Gewächshaus und Freiflächen. Der Betrieb deckt Angebote für alle Gartenbereiche ab, vom naturnahen Garten bis zu schönen Rabatten, neben satten Großstauden und Päonien gibt es auch zierliche Bodendecker. Insgesamt produziert die Gärtnerei um die 2000 verschiedenen Arten. Eine Pflanzplanung vom Profi und ein Verkauf im Internet und Versand sind ebenso Leistungen.

Bei einer Betriebsführung erhielten die Teilnehmer laut einer Pressemitteilung Einblick in folgende Zusammenhänge: Stauden sind mehrjährige Gewächse, die nicht verholzen. Viele vertragen Hitze und Sonne gut. Beste Pflanzzeit ist von Spätsommer bis Herbst. Da können die Pflanzen noch gut anwurzeln und über den Winter kommen. Die Vermehrung ist sehr aufwändig und mühsam. Oft dauert es Jahre, bis aus dem Sämling oder dem Steckling eine verkaufsfähige, auspflanzungsreife Jungpflanze wird, die dann bei guten Bedingungen viele Jahre den Hobbygärtner erfreut.

Ein Geheimtipp für wenig Pflegeaufwand: mit feinem Kies und Sand die Flächen mulchen, die eine hohe Hitze vertragen. Damit wird Beikraut unterdrückt und ist leichter auszuzupfen, die Feuchtigkeit hält sich länger und die Verdunstung ist geringer als bei bloßem Erdreich. So muss weniger gehackt und gegossen werden. Optimal ist der Verkauf in 9 cm-Töpfen. Die Pflanzen wurzeln schneller an und sind insgesamt genügsamer.

Im Dorfzentrum steht seit Jahrhunderten das „Elfleinshäusle“ gegenüber von Löwenhof, katholischer Kirche und Schloss. Nicht nur die Lage ist genial, auch die Idee einiger Dorfbewohner, aus dem 30 Jahre leerstehenden Haus ein Schmuckstück zu machen und ein Museum zu schaffen. Beeindruckend sind die Erhaltungsmaßnahmen. Die letzte Bewohnerin lebte bis 1981 hier und hatte jahrzehntelang nichts verändert. Es gab in dem Haus nicht einmal fließend Wasser und keine Zentralheizung.

Sein Herzstück ist die alte Schmiede, die noch immer im gleichen Zustand ist wie beim Bau 1750. Interessant sind auch die Wagnerei und der Weinkeller. Bei der Besichtigung begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise und Führer Heinz Zippelius berichtete, dass immer wieder alte Gerätschaften wie Bügeleisen oder Weinbaugeräte gebracht werden, die das Museum füllen.

Geöffnet ist das „Elfleinshäusle“ von Mai bis Oktober am Wochenende und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr. Die Schmiede wird an Aktionstagen oder im Rahmen von Führungen betrieben.

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