Segnitz

Haushalt, Arsen und Vandalismus

Haushalt, Vandalismus und wieder einmal Arsen: Die Sitzung des Segnitzer Gemeinderats am Montagabend hatte einiges zu bieten, Diskussionen hielten sich allerdings in Grenzen. Etwa beim Haushalt: Ein knapp einstündiger Monolog von Kämmerer Wolfgang Schmer, der die Zahlen des Jahres den Räten präsentierte und erläuterte. Fragen zum Zahlenwerk oder Debatten über einzelne Posten, gar Vorschläge aus den Reihen der Räte gab es keine.
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Die Ortsdurchfahrt von Segnitz ist derzeit Baustelle. Im ersten Abschnitt wurde im Aushub gar Arsen gefunden, die Entsorgung wird teuer. Foto: Robert Haaß

Haushalt, Vandalismus und wieder einmal Arsen: Die Sitzung des Segnitzer Gemeinderats am Montagabend hatte einiges zu bieten, Diskussionen hielten sich allerdings in Grenzen. Etwa beim Haushalt: Ein knapp einstündiger Monolog von Kämmerer Wolfgang Schmer, der die Zahlen des Jahres den Räten präsentierte und erläuterte. Fragen zum Zahlenwerk oder Debatten über einzelne Posten, gar Vorschläge aus den Reihen der Räte gab es keine.

Zwei große Projekte sind es , die das Handeln des Rates in diesem Jahr prägen: Das Gemeinschaftshaus und die Sanierung der Ortsdurchfahrt bestimmen auch den Etat. Denn um beides finanzieren zu können, müssen die Segnitzer nicht nur tief ins Ersparte greifen, sie müssen auch Kredite aufnehmen.

Insgesamt hat der Haushalt ein Volumen von knapp 3,85 Millionen Euro, 400 000 Euro mehr, als im Vorjahr, allerdings auch fast zwei Millionen Euro weniger, als für das nächste Jahr geplant. Vor allem die Investitionen sind es mit über 2,3 Millionen Euro, die dafür verantwortlich sind. Hauptausgaben sind die Ortsdurchfahrt mit rund 1,2 Millionen Euro und das Gemeinschaftshaus mit über 800 000 Euro.

Finanziert werden soll das einmal durch eine Kreditaufnahme in Höhe von 420 000 Euro und ein Entnahme aus den Rücklagen in Höhe von über 750 000 Euro - dazu kommen Zuschüsse. Für Bürgermeisterin Marlene Bauer wird "zukunftsweisend gebaut" und auch Kämmerer Wolfgang Schmer sagt: "Zwar sind Kredite nötig, die bringen aber auch einen Gegenwert." Die Verabschiedung des Haushalts 2019 erfolgte einstimmig.

Arsen bei Sanierung gefunden

Wieder Arsen in Segnitz. Nach der aufwändigen Sanierung der Mainlände vor gut zehn Jahren, hier hatte früher einmal eine Farbenfabrik produziert, ist im ersten Teil der Sanierung der Ortsdurchfahrt, im Bereich zwischen der Sulzfelder Straße und der Kirche, im Bodenaushub wieder Arsen gefunden worden. Nicht viel, aber genug, um die Entsorgung teuer zu machen. Wie teuer wusste Bürgermeisterin Marlene Bauer am Montagabend noch nicht. Der Trost: Im weiteren Straßenverlauf wurde das Gift nich gefunden.

Vandalismus in Segnitz - so zumindest empfinden es die Gemeinderäte, wenn zerstörte Hinweistafeln des Kulturwegs, gestohlene Metallrettiche und Blumenpflanzen aus dem Kreisverkehr, das Lösen von Radmuttern und einiges mehr entdeckt wird. "Wir schalten da die Polizei ein", sagte Bauer, denn bei den Vorfällen handele es sich um mehr, als nur "Kavaliersdelikte".

Kein Schulbus mehr nach Marktbreit

Die Wasserschieber an der Kreuzung Hans-Kesenbrod-Straße/Pförtleinsgasse müssen ausgetauscht werden, es gibt bereits Anliegebeschwerden wegen verschmutztem Wasser. Die Kosten: Rund 10 000 Euro.

Die Tafel der Gefallenen aus dem 1. Weltkrieg am Kriegerdenkmal muss saniert werden. Die Kosten hier: Rund 3000 Euro.

Nochmal Geld: Die Sparkassenstiftung unterstützt die Gemeindebücherei mit 1000 Euro.

Die Taktung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Segnitz hat sich verbessert. Der Nachteil: Ab September wird kein eigener Schulbus mehr nach Marktbreit fahren. Die Schüler fahren dann im ÖPNV.

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