VOLKACH

Harfenklänge verabschieden Dr. Klose

„Der Wein ist gut fürs Herz, das ist wissenschaftlich nachgewiesen“, sagte Dr. Georg Klose am Freitagabend mit lachendem Gesicht und blickte auf die vielen Weinpräsente, die ihm die Vereine, die Stadt Volkach und der Landkreis Kitzingen zu seiner Verabschiedung schenkten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Hufeisen und Ehrenmitgliedschaft: Glück und Segen im Ruhestand wünschten die Vertreter der Vereine und der Kommunen am Freitag Dr. Georg Klose (4. von links): Bürgermeister Peter Kornell, Landrätin Tamara Bischof, Bernhard Pfaff (BRK), Mareike Thimm (RuFV), Walter-Werner Eibicht (Förderring), Carolin Scheuring (RuFV) und Miri Kotilge (Förderring, von links). Foto: Foto: Peter Pfannes

„Der Wein ist gut fürs Herz, das ist wissenschaftlich nachgewiesen“, sagte Dr. Georg Klose am Freitagabend mit lachendem Gesicht und blickte auf die vielen Weinpräsente, die ihm die Vereine, die Stadt Volkach und der Landkreis Kitzingen zu seiner Verabschiedung schenkten.

Ende des vergangenen Jahres trat der bekannte Chirurg in den Ruhestand. Der Förderring Krankenhaus Volkach nahm das Ausscheiden Kloses aus dem Dienst zum Anlass, ihn in einem würdigen Rahmen zu verabschieden. Die Vertreter der Förderrings, Altbürgermeister Karl Andreas Schlier, Vorsitzende Miri Kotilge und Vorstandsmitglied Walter-Werner Eibicht, ernannten den medizinischen Pionier der Weinstadt zum Ehrenmitglied.

„Ein Urgestein geht“ lautete das Motto des Treffens im Saal der Helios-Klinik. Harmonische Klänge der Harfenistin Julia Rosenberger (Kitzingen) setzten musikalische Akzente zu den zahlreichen Dankesworten. „Ihr Beruf war Berufung, Menschen zu helfen“, betonte Landrätin Tamara Bischof. Der Fortbestand des Volkacher Krankenhauses sei vor allem auch Kloses gutem Ruf zu verdanken. Der Mediziner habe sich verdient gemacht, sei stets innovativ und fortschrittlich gewesen. „Dr. Klose ist vor 30 Jahren als Pionier nach Volkach gekommen und hat die Stadt mit modernster medizinischer Technik bereichert“, meinte Bürgermeister Peter Kornell. Mit seinem menschlichen Verhalten sei er für viele Leute Motor gewesen. „Eine kolossale Leistung“, so Kornell.

Laudator Walter-Werner Eibicht erinnerte an die Anfänge, als Klose als 37-jähriger Arzt 1983 nach Volkach kam. Die Option des damaligen leitenden Oberarztes lautete: Chefarzt des damaligen Kreiskrankenhauses werden. Drei Jahre später trat er die Nachfolge von Chefarzt Dr. Heinz Otte an.

In den Folgejahren leistete Klose im Bereich der minimal-invasiven Chirurgie (Schlüsselloch-OP-Methode) Pionierarbeit. „Durch diese einmalige Arbeit wurde der Ruf des kleinen Kreiskrankenhauses in die weite Welt getragen“, so Eibicht. Der Erhalt der Klinik sei mit Kloses Verdienst.

Harald Erhard und Bernhard Pfaff von BRK und Wasserwacht erinnerten an Kloses Einsatzzeiten als Notarzt, als er noch mit seinem Privat-Pkw zu den Unfällen fuhr. „Es war mir schon immer ein Anliegen, das Notarztwesen an der Mainschleife mit aufzubauen“, antwortete Klose.

Als er bei 35 Grad Celsius auf einen Kran steigen musste, um einem kollabierten Kranführer zu helfen, hat er nicht vergessen. Nicht vergessen wird der Reit- und Fahrverein Mainschleife ihren Gönner und Turnierarzt. Zum Dank überreichten Mareike Thimm und Carolin Scheuring dem Ruheständler ein Glückshufeisen. „Reiten ist gesundheitsfördernd und gut für die Jugend“, begründete Klose seine Unterstützung.

Langweilig wird es ihm nicht werden. Cello- und Orgelspiel und seine Katzen werden dem Hobby-Musiker und Tierfreund noch schöne Stunden bereiten, auch „wenn ich jetzt schon die Mitarbeiter der Klinik und die vielen Kontakte vermisse“.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren