Die Ernennung von Hans Weigand zum Ehrenkommandanten der Feuerwehr Possenheim war am Samstagabend der Höhepunkt der Mitgliederversammlung im Bürgerhaus. Die Ernennung durch den Vorsitzenden Erich Kräutlein wurde von der Versammlung mit langanhaltendem, stehenden Applaus gefeiert.

Seit 47 Jahren gehört Weigand der Wehr an. Er war 1984 eines der Gründungsmitglieder des Feuerwehrvereins. Von Januar 1978 bis Dezember 1989 stand Weigand als stellvertretender Kommandant und von Dezember 1990 bis Dezember 1999 als Kommandant an der Spitze der Wehr. Danach war Weigand weiter als Gruppenführer aktiv.

Gleich sechs Mitglieder wurden von Kreisbrandinspektor Günter Wilhelm mit dem silbernen Ehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet. Die Ehrung des Freistaates Bayern erhielten Robert Adler, Mathias Adler, Richard Adler, Kommandant Dietmar Adler, Jürgen Kistner und Uwe Dingeldein.

Kommandant Adler berichtete, dass die Wehr mit ihren 37 Aktiven im Jahr 2013 zu zwei Unfällen auf der B 8 und zu einem Brandalarm nach Markt Einersheim ausrücken musste. Einmal gab es einen Fehlalarm. Mit der Teilnahme der Aktiven an den regelmäßig stattfindenden Übungen zeigte sich der Kommandant zufrieden, bat allerdings darum, sich im Falle eines Fernbleibens rechtzeitig zu entschuldigen.

Die Jugendgruppe zählt derzeit fünf Mitglieder. Sie nahmen im Jahr 2013 unter anderem mit Erfolg am Wissenstest, der Prüfung zur Jugendflamme und der Ausbildung zum Truppmann teil. Per Handschlag in die aktive Wehr aufgenommen wurden Elvira Weigand, die vorher in der Feuerwehr Mönchsondheim Dienst tat, sowie Peter Hartmann und Stefan Düll. Als neues Vereinsmitglied wurde Herbert Eckhart begrüßt.

Vorsitzender Kräutlein ließ noch einmal die Veranstaltungen des vergangenen Jahres Revue passieren. Höhepunkt war die Segnung des neuen Feuerwehrhauses am 9. März. Zu den alljährlich wiederkehrenden Veranstaltungen der Feuerwehr gehörten unter anderem das, vom Wetter wenig begünstigte, Sommerfest, das Schafkopfturnier, die Florianifeier in Iphofen, das Sonnwendfeuer und die Kirchweih mit dem Schlachtschüsselessen.

Daneben half die Wehr bei der Neueinweihung der Kirche, der Einweihung des Dorfplatzes und beim Weinfest mit.

Für die Kirchensanierung spendete der Verein 1000 Euro. Die Traditionsveranstaltungen werden auch heuer wieder stattfinden. Daneben ist eine Fahrradtour oder eine Wanderung sowie die Teilnahme an den Feiern zum 125-jährigen Jubiläum der Wehren in Dornheim und Mönchsondheim geplant, kündigte Kräutlein an.

Technisch auf hohem Stand

Bürgermeister Josef Mend sagte in seinem Grußwort er sei stolz, dass Iphofen in allen seinen Ortsteilen Feuerwehren habe, die technisch auf hohem Stand sind. Possenheim mit seinen 220 Einwohnern habe eine sehr aktive Wehr. Er freue sich über die gute Jugendarbeit und die heutigen Neuzugänge. Damit habe die Wehr eine gute Zukunft. Er dankte den Ehrenamtlichen für deren Einsatz.

Kreisbrandinspektor Günter Wilhelm dankte für die geleisteten Einsätze und sagte: „Macht weiter so.“ Angesichts steigender Einsatzzahlen und der Tatsache, dass auch bei großen Feuerwehren tagsüber oft die Zahl der Helfer nicht mehr ausreiche, werde man verstärkt auf die kleinen Ortsteilwehren zurückgreifen müssen.

Er berichtete zudem von der schleppenden Einführung des Digitalfunks und die neuen Alarmierungspläne. In Zukunft würden nicht mehr komplette Wehren nach unterschiedlichen Alarmstufen alarmiert, sondern je nach Einsatzauftrag die dafür erforderlichen Fahrzeuge und Geräte angefordert. Diese würden bei der integrierten Leitstelle in Würzburg vom Computer ausgewählt, berichtete der Kreisbrandinspektor. Ob dieses System sinnvoll sei und funktionieren werde, müsse sich allerdings erst noch zeigen, räumte Wilhelm ein.