Kitzingen

Handwerker geben am Kitzinger Amtsgericht den Ton an

Erst ein neuer Aufzug, dann ein neuer Eingangsbereich und schließlich neue Toiletten – am Kitzinger Amtsgericht haben derzeit die Baufirmen das Sagen.
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Der Eingangsbereich des Kitzinger Amtsgerichts wird umgebaut. Außerdem kommt ein neuer Aufzug in das Haus – und die Toiletten werden endlich auch auf Vordermann gebracht. Foto: Frank Weichhan
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Am Anfang stand ein altersschwacher Aufzug. Soll es eine aufwändige Reparatur des 30 Jahre alten Aufzugs sein? Oder lieber gleich eine Neuanschaffung, die vielleicht etwas teurer ist, sich aber auf längere Sicht dann richtig richtig auszahlt? Die Entscheidung, die am Kitzinger Amtsgericht zu treffen war, fiel pro Neuanschaffung aus.  Das wiederum wirkte wie eine Initialzündung und zog eine Reihe von weiteren Maßnahmen nach sich.

Das Problem bei dem neuen Aufzug ist: Er hätte wahrscheinlich nur schwer durch die bestehende Eingangstür gepasst. Da nun aber sowieso in absehbarer Zeit der Eingangsbereich umgestaltet und mit einer neuen Schleuse für die Sicherheitskontrollen ausgestattet werden sollte, begannen dieser Tage zeitgleich auch die Arbeiten am Eingang. 

Für die Besucher heißt das: In den kommenden Wochen geht es über einen Seitenflügel ins Amtsgericht. Dort findet übergangsweise auch die Sicherheitskontrolle statt. Der neue Aufzug  soll im Oktober angeliefert und eingebaut werden. Das ist in etwa auch die Zeit, zu der es dann auch wieder durch den angestammten Eingang gehen könnte.

Erneuerung der Toiletten

Beendet ist das Thema Sanierung damit allerdings noch nicht: Die schon länger ins Auge gefassten Erneuerungen der Toilettenanlagen werden nun auch gleich mitgemacht. Diese Arbeiten sind allerdings um einiges umfangreicher und werden sich laut Amtsgerichtsdirektorin Helga Müller "bis ins nächste Jahr" hinziehen.

Bauarbeiten-erprobt ist man am Kitzinger Amtsgericht in der Friedensstraße inzwischen. Zuletzt wurde im Herbst 2016 kräftig gewerkelt: Damals fanden im Außenbereich des Gerichts größere Kanalsanierungen statt, zudem wurde ein Regenrückhaltebecken unter den Besucherparkplätzen eingebaut. Bei der gut 300 000-Euro-Maßnahme hatte es auch eine Überraschung gegeben: Bei den Erdarbeiten hinter dem Haus war man tatsächlich noch auf Reste des Vorgängerbaus, der Kitzinger Dampfziegelei Korbacher, gestoßen.

Zwei Jahre warten

Teil zwei der Kanalsanierung ging schließlich im Frühjahr 2017 über die Bühne: Die Arbeiten verlagerten sich ins Haus, wo die Bodenplatte geöffnet werden musste. Damals war auch schon die Sanierung der Sanitäreinrichtungen – es geht um ein halbes Dutzend Toiletten – im Gespräch gewesen. Weil dann aber das Geld noch nicht bereit stand, hieß es zwei weitere Jahre warten.

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