Wiesentheid

Halligalli am Mehrgenerationenplatz

Der Mehrgenerationenplatz im Wiesentheider Ortskern bereitet wieder einmal Probleme. In der Ferien-Sitzung des Gemeinderats trug Bürgermeister Werner Knaier dem Gremium die Beschwerden von Anwohnern vor und berichtete von seinem Termin vor Ort.
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Trotz festgelegter Regeln gibt es am Mehrgenerationenplatz in Wiesentheid wieder Probleme. Anwohner beschwerten sich nicht nur über die nächtlichen Besucher dort. Foto: Andreas Stöckinger
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Der Mehrgenerationenplatz im Wiesentheider Ortskern bereitet wieder einmal Probleme. In der Ferien-Sitzung des Gemeinderats trug Bürgermeister Werner Knaier dem Gremium die Beschwerden von Anwohnern vor und berichtete von seinem Termin vor Ort.

Zur Sitzung waren auch einige der Betroffenen als Zuhörer gekommen. In den zurückliegenden Sommermonaten, vor allem zuletzt in den Ferien, sei "Halligalli von früh bis abends" gewesen, berichtete Eleonora Rieger. Jugendliche hätten dort bis tief in die Nacht gefeiert.

Laute Musik, Jugendliche, die auch tagsüber Alkohol trinken, rauchende Minderjährige – die Liste ist lang. Dazu sei teils bis nachts um drei Uhr Basketball gespielt worden. Auch offenes Feuer habe man gesehen, hieß es. Die teils verständigte Polizei habe kaum etwas unternommen, sagte eine Nachbarin.

Thema ist nicht neu – schon in den vergangenen Jahren gab es Ärger

Das Thema ist nicht neu im Rat. Die großzügige Fläche des ehemaligen Sportplatzes in der Kolpingstraße wurde eigens als Spielplatz und als Bereich für die Jugend hergerichtet. Nachdem es bereits in den Vorjahren immer wieder Ärger gab, hatte der Gemeinderat eine Platzordnung beschlossen, die das Ganze regulieren soll.

Darin wurde unter anderem festgelegt, dass die Fläche auch nachts mit einem Scheinwerfer beleuchtet wird. Zeitweise machten private Sicherheitsdienste auch Kontrollbesuche dort. Das direkt daneben liegende Jugendhaus wurde gebeten, auf Ruhestörer zuzugehen und das Gespräch mit ihnen zu suchen, sofern sie bekannt sind.

Beim Ortstermin mit Bürgermeister Knaier trugen die Anwohner vor, was sie konkret stört. Sie nannten etwa die mobilen Sitzbänke, die herum getragen werden. Die Jugendlichen stellten diese oft an eine auf dem Platz stehende Hütte, weil dort Licht sei und ein Vordach, so dass sie bei schlechtem Wetter geschützt seien. Der Scheinwerfer, der nachts brennt, stört die Anwohner ebenso, er solle ab 22 Uhr abgeschaltet werden, wünschten sie.

Anwohner wünschen sich Platzverbote bei Verstößen

Zudem müsse es ein Alkohol- und Rauchverbot dort geben, auch laute Musik nach 22 Uhr müsse verboten werden. Schilder mit den Platzregeln sollen aufgestellt werden. Dazu wünschten sich die Anwohner wieder Kontrollen und das Aussprechen von Platzverboten bei Verstößen.

Das Gremium diskutierte die einzelnen Punkte. Ratsmitglied und Jugendreferent Andreas Laudenbach erinnert daran, dass die Gemeinde extra den Scheinwerfer für die ganze Nacht befürwortet habe, um dort quasi Licht ins Dunkel zu bringen. Die mobilen Bänke seien ein Versuch gewesen. "Um 22 Uhr muss da Feierabend sein", hatte auch er eine eindeutige Meinung zum Mehrgenerationenplatz.

Die einst aufgestellte Platzordnung verbiete zwar laute Musik und Alkohol, das Ganze werde jedoch kaum überwacht. So war man sich im Ratsausschuss einig, dass es wieder Kontrollen geben solle.  "Wir müssen das auf jeden Fall besser überwachen, entweder mit Sicherheitsdienst oder mit Polizei. Das ist kein Zustand, dass Jugendliche bis vier Uhr dort sind", fasste es Bürgermeister Knaier zusammen.

Knaier: Wenn die mobilen Bänke weg sind, beruhigt sich das Ganze wieder

Die ein oder andere der gewünschten Veränderungen will die Gemeinde bereits ab sofort umsetzen. Wenn die mobilen Bänke weg seien, werde sich das Ganze wieder beruhigen, so Knaier. Zudem lege sich der nächtliche Betrieb dort nun wohl vorerst ohnehin wieder wegen des Ferienendes.

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