VOLKACH

Hallenbad voll im Zeit- und Kostenplan

Wir liegen bei der Generalsanierung des Hallenbades sowohl von unserem Zeitplan als auch vom gesteckten Kostenrahmen voll im Soll: Beifall im Stadtrat
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Hallenbad Volkach, Außenansicht: Die grauen Baucontainer (rechts) werden bald verschwunden sein, die Eröffnung nach der Sanierung ist für Ende März angepeilt. Foto: Foto: Guido Chuleck

„Wir liegen bei der Generalsanierung des Hallenbades sowohl von unserem Zeitplan als auch vom gesteckten Kostenrahmen voll im Soll.“ Für ihre einleitenden Worte hätte Beate Rudelgast, Projektmanagerin des Büros WSP-Ingenieure aus Würzburg, am Montagabend beinahe Beifall in der Stadtratsitzung Volkach bekommen. „So etwas hat bei öffentlichen Bauten Seltenheitswert“, war nicht nur Bürgermeister Peter Kornell begeistert. Das bedeutet, dass der von Rudelgast angepeilte Öffnungstermin von „Ende März“ sehr realistisch ist und die geplanten 6,5 Millionen Euro (abzüglich 2,7 Millionen Euro an Fördergeldern) wohl nicht überschritten werden. Sorgenkind ist jedoch die Firma, die mit den Fliesen für das Hallenbad immer noch im Rückstand ist.

Wie bei jedem Bau, so gebe es auch bei der Sanierung des Hallenbades in Volkach das ein oder andere Problem, so die Managerin, die gemeinsam mit dem Leiter des Bauhofes, Harald Troll, als Bauleiter handelt. Bislang habe sich für alle auftretenden Probleme immer eine Lösung finden lassen, so Rudelgast weiter. Insgesamt seien alle Aufträge ausgeschrieben und die Sanierungsarbeiten relativ weit vorangeschritten, teilweise auch schon beendet. „Wir bauen seit elf Monaten, und es sieht schon sehr gut aus“, sagte Rudelgast.

Was nicht so gut ist, das ist die Tatsache, dass die Fliesen für das Bad selbst noch nicht geliefert sind. „Diese Firma hält uns auf Trab“, umschrieb Rudelgast die Problematik. Denn damit die Fliesen verlegt werden können, muss zunächst der Estrich als Grundlage aufgetragen werden. Und da ist der Zeitrahmen ein wenig eng, denn auch diese Firma hat noch andere Aufträge auszuführen. „Die Fliesenfirma hat ständig woanders hingeliefert, ich glaube die schicken ihre Leute im Kreis rum, aber aktuell nicht nach Volkach.“ Und eigentlich, überlegte die Projektmanagerin laut, müsste man einer unzuverlässigen Firma kündigen. „Das macht man dann, wenn man auch gleich eine Ersatzfirma parat hat“, sagte Rudelgast. Es gebe aber niemanden, den sie mit der Lieferung beauftragen könne, und eine Neuausschreibung komme nicht in Frage. „Das würde den Zeitplan um einiges nach hinten verschieben.“

Die meisten Neuigkeiten von der Großbaustelle hingegen waren durchweg positiv. Die Glaser haben ganze Arbeit geleistet und eine komplett neue Fensterfront eingebaut, und sobald die Fliesen verlegt sein sollten, folgt zunächst eine Probefüllung. Später geht das Schwimmbecken in einen mehrwöchigen Probebetrieb, bei dem das Wasser nicht abgelassen wird. „Es wird aber weder ein Schulschwimmen geben noch kann der Bürgermeister mit einem Sprung ins Wasser das Bad eröffnen“, sagte Rudelgast. Vielmehr würden in diesem Zeitraum immer wieder Wasserproben entnommen und vom Gesundheitsamt überprüft. Bis zur Weihnachtspause, sagte der Bürgermeister, „sind noch drei Wochen zu arbeiten, Anfang Januar geht es weiter“. Das Geld für die Sanierung sei sehr gut angelegt. Vergleichbare Städte wie Münnerstadt hätten ihr marodes Bad geschlossen, „und unser Hallenbad wird nun die nächsten 40 Jahre halten“.

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